„Erkenntnisse sprechen sehr stark dafür“

Angreifer ersticht Senior vor Kirchenzentrum – weitere Tat vermutet


09.09.2026 – 14:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Blumen am Tatort im Freiburger Stadtteil Rieselfeld: Hier starb ein 74 Jahre alter Mann. (Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa)

Ein 74-Jähriger liegt sterbend vor einem kirchlichen Gemeindezentrum. Wenig später fasst die Polizei einen Verdächtigen – kurz vorher soll er schon einmal zugestochen haben.

Nach zwei Messer-Attacken in kurzer Abfolge hat die Polizei in Freiburg einen Tatverdächtigen festgenommen. Es handelt sich um einen 30 Jahre alten Mann, er soll noch am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden.

Ihm wird vorgeworfen, am späten Dienstagabend einen 74-Jährigen auf einem Parkplatz vor einem kirchlichen Gemeindezentrum im Stadtteil Rieselfeld erstochen zu haben. Das Opfer wurde gegen 21.20 Uhr gefunden, laut Polizei wies der Senior Stich- und Schnittverletzungen auf. Trotz aller Bemühungen des Rettungsdienstes starb er noch am Tatort.

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Ein Polizeihubschrauber stieg auf, um nach dem Täter zu fahnden. Eine Polizeihundestaffel nahm die Fährte auf. Wenig später gelang die Festnahme – und damit möglicherweise auch in einem anderen Fall der Durchbruch.

Der Senior wurde vor einem kirchlichen Gemeindezentrum erstochen: Die Polizei geht nicht von religiösen Motiven aus. (Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa)

Mutmaßlicher Täter soll schon Sonntag zugestochen haben

Am Sonntagnachmittag hatte ein Mann am Freiburger Schlossbergring unvermittelt und ohne Vorwarnung auf einen 29-Jährigen eingestochen, den er erst kurz zuvor kennengelernt haben soll. Die Polizei ermittelte wegen eines versuchten Tötungsdeliktes und beschrieb den Verdächtigen als einen Mann mit kräftiger Statur, dunklen Haaren und heller Haut.

Nun nehmen die Beamten an: Der 30-Jährige, der den Senior vor dem Gemeindezentrum erstochen haben soll, ist ebendieser Mann, hat also auch den Angriff auf den Mann am Schlossbergring verübt. „Unsere Erkenntnisse sprechen sehr stark dafür“, sagte ein Polizeisprecher t-online. Es bestehe ein dringender Tatverdacht.

Über die Motive des mutmaßlichen Täters herrscht noch Unklarheit. Es gebe keine Gründe, religiöse Beweggründe des Verdächtigen anzunehmen, sagte der Polizeisprecher. Ob sich der Beschuldigte und der erstochene Senior kannten, müsse noch ermittelt werden.

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