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Gesundheit

Analthrombose ausdrücken: Wann Aufstechen infrage kommt

wochentlich.deBy wochentlich.de18 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Analthrombose ausdrücken: Wann Aufstechen infrage kommt
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Afterbeschwerden behandeln

Lässt sich eine Analthrombose selbst ausdrücken?


Aktualisiert am 18.06.2026 – 08:36 UhrLesedauer: 3 Min.

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Eine Analthrombose ist meist harmlos – aber darf man sie einfach aufstechen und ausdrücken? (Quelle: ferlistockphoto/getty-images-bilder)

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Eine Analthrombose ist sehr schmerzhaft. Entleert sie sich, lässt der Schmerz nach. Da liegt der Gedanke nahe, durch Ausdrücken selbst nachzuhelfen.

Bei einer Analthrombose (Analvenenthrombose) hat sich in einer oberflächlichen Vene am After ein Blutgerinnsel gebildet, welches das Gefäß verstopft. Die Folge sind schlagartig einsetzende Schmerzen. Welche weiteren Symptome eine Analthrombose auslöst und wie sie entsteht, lesen Sie hier.

Im Gegensatz zu Thrombosen in anderen Körperbereichen – etwa in den tiefen Beinvenen – ist eine Analthrombose in der Regel ungefährlich und bildet sich meist von allein zurück. Gerade in den ersten Tagen sind die Schmerzen jedoch oft groß. Wer den Gang in die Arztpraxis scheut, versucht daher möglicherweise, das Gerinnsel selbst zu behandeln. Eine mögliche Idee: die Analthrombose einfach aufstechen und ausdrücken. Aber ist das empfehlenswert?

Analthrombose nicht aufstechen und ausdrücken

Die Antwort lautet: nein. Keinesfalls sollten Betroffene eine Analthrombose in Eigenregie aufstechen und ausdrücken.

Zum einen können durch das Ausdrücken stärkere Blutungen entstehen. Zum anderen besteht die Gefahr, dass Krankheitserreger in die Wunde gelangen und eine Infektion auslösen. Aus diesen Gründen ist dringend davon abzuraten, das Gerinnsel selbst aufzustechen und auszudrücken. Ein chirurgischer Eingriff sollte – wenn er überhaupt nötig ist – nur von einer Ärztin oder einem Arzt vorgenommen werden.

Wer mit den Beschwerden bislang noch nicht in der Arztpraxis war, kann zudem gar nicht sicher sein, dass es sich tatsächlich um eine Analthrombose handelt. Auch wenn starke Schmerzen am After ein typisches Symptom sind, gibt es doch viele andere Erkrankungen, die zu ähnlichen Beschwerden führen. Dazu zählen zum Beispiel eine Analfissur oder eingeklemmte, vergrößerte Hämorrhoiden.

Halten die Beschwerden länger als einige Tage an, ist ein Arztbesuch daher angeraten. Ein rascher Gang in die Arztpraxis ist zu empfehlen, wenn die Symptome sehr stark sind oder weitere hinzukommen. Vor allem Blut im Stuhl oder am Toilettenpapier sollten Betroffene zeitnah abklären lassen, da in seltenen Fällen Darmkrebs dahinterstecken kann.

Statt auszudrücken: Salben und Cremes lindern den Schmerz

Aufstechen und Ausdrücken sind also keine gute Idee. Dennoch lässt sich gegen die Schmerzen etwas unternehmen. Wer die Analthrombose selbst behandeln möchte, kann auf rezeptfreie Salben, Cremes oder Gele oder auch Schmerzmittel zum Einnehmen aus der Apotheke zurückgreifen. Zudem gibt es verschiedene Hausmittel, welche die Beschwerden erträglich machen.

Welche Präparate und Hausmittel zur Selbstbehandlung geeignet sind, lesen Sie im Artikel „Analthrombose selbst behandeln: Was die Beschwerden lindert“.

Analthrombose vom Arzt aufstechen lassen

Wenn überhaupt, sollte nur eine Ärztin oder ein Arzt eine Analthrombose operativ behandeln. Das ist normalerweise nur dann sinnvoll, wenn die Schmerzen sehr stark sind.

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