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Am Vatertag verdreifacht sich das Unfallrisiko

wochentlich.deBy wochentlich.de11 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Am Vatertag verdreifacht sich das Unfallrisiko
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Alkohol am Steuer

An diesem Tag verdreifacht sich das Unfallrisiko


11.05.2026 – 10:47 UhrLesedauer: 3 Min.

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Schwerer Frontalzusammenstoß (Symbolbild): An Himmelfahrt spielt Alkohol häufig eine Rolle. (Quelle: IMAGO/5VISION.NEWS/imago)

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Christi Himmelfahrt ist statistisch der gefährlichste Tag für Alkoholunfälle in Deutschland. Neue Zahlen zeigen, wie stark das Risiko steigt.

An Christi Himmelfahrt passieren in Deutschland so viele Alkoholunfälle wie an keinem anderen Tag des Jahres. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) vorliegen, registrierte die Polizei am Vatertag 2025 bundesweit 284 Unfälle unter Alkoholeinfluss. Damit sei das Risiko etwa dreimal so hoch wie an einem durchschnittlichen Tag, teilte der DVR mit.

Bei den Alkoholunfällen wurden 64 Menschen schwer und 167 leicht verletzt. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Unfälle leicht zurück. 2024 hatte es an Christi Himmelfahrt 287 Alkoholunfälle gegeben. Damals starb ein Mensch.

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Der DVR ruft deshalb vor dem Feiertag zur Vorsicht auf. „Das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit hat auch an Feiertagen Vorrang vor jeder Trinktradition“, sagte DVR-Hauptgeschäftsführer Stefan Grieger. Gerade an Himmelfahrt müsse sich jeder seiner Verantwortung im Straßenverkehr bewusst sein, unabhängig davon, ob er mit Auto, Motorrad, Fahrrad oder E-Scooter unterwegs sei.

Alkohol bleibt ein Problem im Straßenverkehr

Laut Destatis ereigneten sich 2025 deutschlandweit 34.269 Alkoholunfälle. Das entspricht rechnerisch etwa einem Unfall alle 15 Minuten. Dabei kamen 166 Menschen ums Leben, 3.733 wurden schwer verletzt. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Todesopfer zwar zurück, dennoch bleibt Alkohol eine der häufigsten Ursachen schwerer Verkehrsunfälle.

Schon geringe Mengen Alkohol beeinträchtigen die Wahrnehmung und die Reaktionsfähigkeit deutlich. Geschwindigkeiten und Entfernungen werden schlechter eingeschätzt, zugleich steigt die Risikobereitschaft.

Nach Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen verdoppelt sich das Unfallrisiko bereits ab 0,3 Promille. Bei 0,8 Promille ist es 4,5-mal so hoch wie nüchtern, bei 1,5 Promille steigt es auf das 16-Fache.

Ab wann Alkohol am Steuer strafbar wird

Ab 0,5 Promille gilt Autofahren in Deutschland als Ordnungswidrigkeit. Beim ersten Verstoß drohen 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Wiederholungstäter müssen mit höheren Strafen rechnen.

Schon ab 0,3 Promille kann Alkohol am Steuer allerdings strafrechtliche Folgen haben – etwa dann, wenn Fahrer auffällig fahren oder andere gefährden.

Ab 1,1 Promille gelten Autofahrer laut Gesetz als absolut fahruntüchtig. Dann drohen der Entzug der Fahrerlaubnis sowie Geld- oder Freiheitsstrafen. Ab 1,6 Promille wird zudem in der Regel eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet.

Beschreibung Punkte Bußgeld Fahrverbot
Verstoß gegen 0,5-Promille-Grenze
Beim 1. Mal 2 500 Euro 1 Monat
Beim 2. Mal 2 1.000 Euro 3 Monate
Beim 3. Mal 2 1.500 Euro 3 Monate
Gefährdung des Verkehrs unter Alkoholeinfluss (ab 0,3 Promille) 3 Entziehung des Führerscheins, Freiheitsstrafe oder Geldstrafe
Mehr als 1,09 Promille 3 Entziehung des Führerscheins, Freiheitsstrafe oder Geldstrafe

Für Fahranfänger in der Probezeit und Fahrer unter 21 Jahren gilt die Null-Promille-Grenze. Wer dagegen verstößt, muss mindestens mit einem Bußgeld von 250 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

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