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Gesundheit

Alzheimer oder Demenz? Unterschiede und Verlauf der Krankheiten

wochentlich.deBy wochentlich.de16 April 2025Keine Kommentare5 Mins Read
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Alzheimer oder Demenz? Unterschiede und Verlauf der Krankheiten
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Es beginnt mit Vergesslichkeit

Demenz und Alzheimer: Das sind die Unterschiede


Aktualisiert am 16.04.2025 – 10:29 UhrLesedauer: 3 Min.

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Alzheimer ist eine Form von Demenz, bei der sich Ablagerungen im Gehirn bilden und die Nervenzellen absterben. (Quelle: FredFroese/getty-images-bilder)

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Mit dem Alter steigt das Risiko, eine Krankheit wie Demenz zu entwickeln. Doch wie unterscheiden sich Demenz und Alzheimer im Detail?

Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit dem Verlust der geistigen Funktionen wie Denken, Erinnern und Orientierung einhergehen. Alzheimer stellt eine spezielle Form der Demenz dar. Sie ist die häufigste Form der Demenz – etwa 65 Prozent aller Menschen mit Demenz haben Alzheimer. Das bedeutet: Jeder Mensch mit Alzheimer hat eine Demenz – aber nicht jeder Mensch mit Demenz hat Alzheimer.

Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz, aber nicht die einzige. Weitere Demenzformen sind unter anderem:

  • Vaskuläre Demenz: verursacht durch Durchblutungsstörungen im Gehirn
  • Frontotemporale Demenz (veraltet: Morbus Pick): führt häufig zu auffälligen Persönlichkeits- und Verhaltensänderungen
  • Lewy-Körper-Demenz (LBD): gekennzeichnet durch Halluziationen und starke Schwankungen der geistigen Leistungsfähigkeit

Lesen Sie hier, welche frühen Symptome eine Demenzerkrankung auslöst.

Bei der Alzheimer-Demenz handelt es sich um eine hirnorganische Krankheit, die durch das schleichende Absterben von Nervenzellen im Gehirn gekennzeichnet ist. Laut Studien sind kleine Eiweißablagerungen im Gehirn (Amyloid-beta und Tau-Fibrillen) von Betroffenen größenteils verantwortlich für das Absterben der Nervenzellen. Als Folge schwindet dann das Gedächtnis.

Welche genauen Ursachen hinter der neurodegenerativen Erkrankung stecken, konnte bislang nicht geklärt werden. Doch man geht aber davon aus, dass genetische Faktoren eine große Rolle spielen.

Übliche Anzeichen, die auf Alzheimer hinweisen, sind beispielsweise:

  • Gedächtnisprobleme
  • Orientierungsstörungen
  • Veränderungen der Persönlichkeitsstruktur

Alzheimer kann schon vor dem 50. Lebensjahr auftreten. Je höher aber das Lebensalter ist, desto wahrscheinlicher wird eine Erkrankung, so die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

Die Alzheimer-Demenz entwickelt sich über mehrere Stufen hinweg. Die Krankheit beginnt im ersten Krankheitsstadium mit leichter Vergesslichkeit und kann im Verlauf die eigene Persönlichkeit stark verändern. Die Stufen können sich überschneiden, so dass eine scharfe Abgrenzung schwer möglich ist.

  1. Im Frühstadium der ersten Stufe zeigen sich noch keine Anzeichen von Demenz.
  2. Mit dem Fortschreiten der Krankheit klagen die Demenzkranken über erste Gedächtnislücken und verlegen Gegenstände. Häufig versuchen sie, die zunehmende Vergesslichkeit zu kaschieren oder durch Merkhilfen aufzufangen. Die Symptome können von den Angehörigen leicht mit altersbedingten Beschwerden, in deren Zusammenhang Gedächtnisprobleme auftreten, verwechselt werden.
  3. Im dritten Krankheitsstadium verlieren die Erkrankten zunehmend an Fähigkeiten. Es fällt ihnen zunehmend schwer, sich an Namen und Wörter zu erinnern. Sie haben Probleme, sich bei der Arbeit zurechtzufinden und vergessen Inhalte, die sie gerade gelesen haben.
  4. In diesem Stadium nimmt die Vergesslichkeit stark zu. Die Patienten können sich an Ereignisse aus der Vergangenheit nicht erinnern, haben Schwierigkeiten beim Organisieren und bei einfachen Rechenaufgaben.
  5. Bei Stufe fünf sind die Betroffenen auf Hilfe im Alltag und eine zuverlässige Betreuung angewiesen. Das Erinnern und einfache Rechenaufgaben fallen immer schwerer und die Orientierung in Zeit und Raum geht verloren.
  6. Schreitet die Krankheit voran und die Orientierungslosigkeit nimmt zu, wird der Betroffene zum Pflegefall. Er kann Menschen nicht mehr erkennen, benötigt Hilfe beim Anziehen und beim Toilettengang. Die Persönlichkeit kann sich grundlegend verändern.
  7. Im Endstadium der Alzheimer-Krankheit kann der Patient kaum mehr mit dem Umfeld interagieren. Die Kontrolle über die Muskeln schwindet immer weiter, so dass auch das Schlucken schwerer wird. Der Kranke ist jetzt ein schwerer Pflegefall.

Alzheimer und Alter: Das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, nimmt im Alter zu. Werden alle Altersgruppen zusammengefasst, ist etwa jeder 13. Mensch über 65 Jahren betroffen. Doch gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Altersgruppen. Etwa ab dem 50. Lebensjahr können vereinzelte Fälle auftreten. Von den 65- bis 69-Jährigen ist bereits jeder Hundertste betroffen, unter den 80- bis 84-Jährigen ist es schon jeder Siebte und von den über 90-Jährigen leidet sogar jeder Dritte an Alzheimer.

Dennoch: Es gibt auch eine ganz normale Vergesslichkeit, bei einigen Menschen mehr, bei anderen weniger stark ausgeprägt. Dies ist kein Grund zur Sorge, denn zunehmend lassen bei den meisten Menschen die geistigen Fähigkeiten nach. So ist einer der größten Risikofaktoren, an Alzheimer-Demenz zu erkranken, das Alter.

Weitere Faktoren, die das Risiko für die Erkrankung erhöhen können, sind:

  • genetische Vorbelastung
  • erhöhte Cholesterinwerte
  • Depressionen
  • Diabetes
  • Rauchen

Zudem konnte man feststellen, dass mehr Frauen als Männer an Alzheimer erkrankt sind. Die Anfälligkeit für die Erkrankung unterscheidet sich jedoch nicht im Geschlecht – der einzige bisher bekannte Grund, warum es mehr Patientinnen als Patienten gibt, ist die Tatsache, dass Frauen länger leben und somit älter werden.

Ein Scan vom Gehirn zeigt, ob eine Alzheimer-Demenz vorliegt.Vergrößern des Bildes
Ein Scan vom Gehirn zeigt, ob eine Alzheimer-Demenz vorliegt. (Quelle: haydenbird/getty-images-bilder)

Ursachen für Gedächtnisprobleme: Alzheimer-Demenz ist nur eine von vielen möglichen Ursachen für Gedächtnisstörungen. Einige davon sind harmlos, behebbar oder behandelbar. So wirken sich beispielsweise Schlafmangel, Stress sowie übermäßiger Alkoholkonsum negativ auf das Denk- und Erinnerungsvermögen aus. Auch bei Stoffwechselstörungen und bei einigen psychischen Erkrankungen können temporäre Gedächtnisstörungen auftreten. Seltener sind Gehirntumore die Ursache für Orientierungsstörungen und Gedächtnisprobleme.

Wenn Sie unter 50 Jahre alt sind und bei Ihnen über längere Zeit Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Orientierung auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um sich Gewissheit zu verschaffen. Denn je schneller Demenzkranke sich behandeln lassen, desto eher kann mit einer angemessenen Behandlung begonnen werden.

Die Entwicklung von Alzheimer kann mit Medikamenten verlangsamt werden. Deshalb ist es wichtig, schon bei ersten Anzeichen der Krankheit einen Arzt zu konsultieren. Bei ersten Symptomen wie verstärkter Vergesslichkeit und beginnenden Problemen bei der Wortfindung ist also Vorsicht geboten. Auch das Gespräch mit Angehörigen und Freunden kann hilfreich sein, denn oft werden Symptome von Betroffenen selbst gar nicht wahrgenommen.

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