Nach Vorfall beim Grand Prix in Madrid
Formel-1-Fahrer erhielt 13.000 Morddrohungen
30.10.2026 – 17:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Grand Prix in Madrid wird Formel-1-Fahrer Pierre Gasly online schwer angegangen. Erst jetzt wird das Ausmaß des Vorfalls deutlich.
Der französische Formel-1-Fahrer Pierre Gasly hat nach dem Grand Prix in Madrid rund 13.000 Morddrohungen erhalten. Ausgelöst wurde die Hasswelle durch einen Zweikampf mit seinem argentinischen Alpine-Teamkollegen Franco Colapinto beim Rennen am 13. September.
Colapinto verlor dabei zwar keine Platzierung, beschwerte sich aber mehrmals über Funk, dass er aus seiner Sicht unnötig unter Druck geriet. Gasly machte die Drohungen gegen seine Familie, seine Freundin und sich selbst anschließend bei Social Media öffentlich. Fia-Präsident Mohammed Ben Sulayem nannte nun die genaue Zahl der Anfeindungen im Gespräch mit dem Portal „The Drive“.
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„Wenn wir diesen Kampf alleine führen, werden wir scheitern; alleine schaffen wir das nicht“, sagte Sulayem. Zum Vorgehen gegen Täter erklärte er: „Wenn der Hass von einem Zuschauer ausgeht, sperren wir ihn. Wenn sie zur Presse gehören, sperren wir sie, weil wir die Befugnis dazu haben. Und wenn sie sich (im Internet) verstecken, wird die KI sie entlarven.“ Wenn man einen entlarve, so Sulayem, würden die anderen Angst bekommen.
„Laufen Gefahr, unseren Sport zu verlieren“
Der Weltverband hat im Kampf gegen Cybermobbing und Hassreden bereits vor Jahren die Initiative „United Against Online Abuse“ gestartet. Dabei sollen mithilfe Künstlicher Intelligenz Täter im Internet aufgespürt werden.
Sulayem wandte sich mit einem Appell an Fans und Medien: „Wir laufen Gefahr, unseren Sport durch Online-Missbrauch zu verlieren, und genau hier brauchen wir euch.“ Für Online-Täter gebe es „keinen Platz“ im Motorsport, fuhr er fort. „Denn wenn wir nichts unternehmen, wird unser Sport irgendwann nicht mehr zu retten sein.“
