„Ist das so schwer?“

Hüttenbetreiber schockiert über Verhalten von Urlaubern


07.05.2026 – 15:25 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Schutzhütte Pesciola in der Lombardei (Archivbild): Der örtliche Alpenverein zeigt sich erschüttert über die Zustände vor Ort. (Quelle: rifugiopesciola.it)

Freiwillige wollen eine Schutzhütte in Italien bereit für die Sommersaison machen. Was sie dort entdecken, macht sie wütend.

Touristen haben an einer Schutzhütte in Italien ekelerregende Zustände hinterlassen – und eine heftige Reaktion der Hüttenbetreiber ausgelöst. „Wir halten es nicht mehr aus“, schrieben die Betreiber der Schutzhütte Pesciola in der Lombardei auf Facebook. Der Beitrag wurde auch von der Ortsgruppe Ponte in Valtellina des italienischen Alpenvereins geteilt. Nachdem der Schnee geschmolzen sei, habe man die Hinterlassenschaften der Wintersaison entdeckt: Feuchttücher, Toilettenpapier, „menschliche Exkremente“. Man müsse nun „viele Stunden“ aufwenden, um das Chaos und die Verschmutzungen zu beseitigen, so die Kritik.

Die Betreiber betonten, Wanderer könnten auch im Winter die Sanitäranlagen der Hütte nutzen. Fließendes Wasser gebe es dann zwar nicht, aber man könne einen Eimer geschmolzenen Schnee in die Toilette schütten. „Ist das so schwer?“

Auch für den hinterlassenen Müll äußerten die Hüttenbetreiber in dem Facebook-Post wenig Verständnis. „Ein einfacher Plastikbeutel, den man im Rucksack mitführt, reicht völlig aus. Das ist nicht schwer und kostet nichts.“ Man habe immer Verständnis und Geduld gezeigt, hieß es in dem Beitrag, der mit einem Appell endet: Die Schutzhütten in den Bergen würden „durch die Leidenschaft, die Liebe und die unzähligen, unermesslichen Arbeitsstunden von Freiwilligen am Leben erhalten, die sich um sie kümmern. Habt Respekt vor diesen Menschen!“

Die 1997 errichtete Schutzhütte Pesciola liegt auf rund 2.000 Metern Höhe und gilt als beliebter Ausgangs- und Zielpunkt für mehrere Wanderrouten. Sie wird von Freiwilligen einer Untersektion des italienischen Alpenvereins verwaltet. Für Übernachtungen steht ein Schlafsaal mit 18 Betten zur Verfügung.

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