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Sport

Alles in Butter zwischen Rudi Völler und Frank Rijkaard

wochentlich.deBy wochentlich.de19 Juli 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Alles in Butter zwischen Rudi Völler und Frank Rijkaard
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„Alles in Butter“

Vom WM-Skandal zum Werbespot


Aktualisiert am 19.07.2026 – 00:02 UhrLesedauer: 2 Min.

imago images 46694841Vergrößern des Bildes

Mailand 1990: Rudi Völler hat etwas in den Haaren. (Quelle: Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de)

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Sechs Jahre nach der Spuckattacke bei der WM 1990 saßen Rudi Völler und Frank Rijkaard gemeinsam für einen Butter-Werbespot vor der Kamera. Später brachte Völler die ungewöhnliche Versöhnung mit einem Satz auf den Punkt: „Seitdem ist auch offiziell alles in Butter.“

Im weißen Bademantel, bei Toast, Eiern, Marmelade und natürlich Butter lächelten Rudi Völler und Frank Rijkaard in die Kamera. Der Werbeslogan lautete: „Mit echter Butter bekommen sie jeden an die gemeinsame Tafel.“

Kaum eine Werbekampagne griff einen Fußball-Skandal so selbstironisch auf. Sechs Jahre zuvor hätte sich wohl niemand vorstellen können, dass die beiden Fußball-Profis jemals gemeinsam Werbung machen würden.

Der Spuck-Eklat von Mailand

Am 24. Juni 1990 trafen Deutschland und Rivale Niederlande im WM-Achtefinale aufeinander. Für ein Foul an Völler in der 21. Minute sah Rijkaard die Gelbe Karte. Daraufhin verlor der Niederländer allem Anschein nach die Nerven. Er spuckte Völler in die Haare und zog ihm außerdem am Ohr. Völler reklamierte, wurde jedoch vom Schiedsrichter abgewiesen. Rijkaard ließ nicht von Völler ab und bespuckte ihn erneut. In der Folge wurden beide Spieler vom Platz gestellt.

Warum Völler für „gar nichts“, wie er selbst sagte, die Rote Karte sah, weiß bis heute niemand. Nach der Partie reiste er sogar nach Rom, um die von der Fifa verhängten Sperre anzufechten – ohne Erfolg. Völler fehlte der BRD-Auswahl auch gegen die Tschechoslowakei.

„Ich hatte persönliche Probleme“

Bereits auf dem Weg in die Kabinen gerieten die Profis damals wieder aneinander, aber Rijkaard soll sich bei Völler noch am selben Abend entschuldigt haben. Er hatte persönliche Probleme und sei schon gereizt in die Partie gegangen. Jeder Mensch mache Fehler, sagte er später.

Völler nahm die Entschuldigung an und kommentierte sie später mit den Worten: „Es ist halt passiert, fertig, vorbei.“ Jahre später äußerte er sich in der Dokumentation „Ein Sommer in Italien – Die WM 1990″ erneut zu dem Thema. Rijkaard habe unter der Situation mehr gelitten als er, so Völler. Es sei nicht leicht, wenn man noch Jahre später auf eine solche Situation reduziert würde. Nach seiner Karriere als Spieler war Frank Rijkaard unter anderem als Trainer des FC Barcelona und Ajax Amsterdam tätig.

Berlin: 2010 erinnerte auch eine Mauer in Friedrichshain noch an den Skandal.Vergrößern des Bildes
Berlin: 2010 erinnerte auch eine Mauer in Friedrichshain noch an den Skandal. (Quelle: imago sportfotodienst)
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