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You are at:Home»Sport»Alle schweigen – nur Keeper Gregor Kobel spricht Klartext
Sport

Alle schweigen – nur Keeper Gregor Kobel spricht Klartext

wochentlich.deBy wochentlich.de20 Dezember 2023Keine Kommentare3 Mins Read
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Alle schweigen – nur Keeper Gregor Kobel spricht Klartext
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Die BVB-Krise geht weiter: Nach dem Unentschieden gegen Mainz will kein Spieler etwas sagen – bis auf den Torwart. Gregor Kobel äußert sich deutlich.

Erst weitgehend planlos auf dem Platz, dann nahezu sprachlos nach Abpfiff – Borussia Dortmund hat sich beim 1:1 gegen Abstiegskandidat Mainz 05 mit einem erschreckenden Auftritt in die Winterpause verabschiedet.

Nach einer guten ersten Halbzeit folgte im zweiten Durchgang der sportliche Offenbarungseid: hinten unsicher, vorne ohne Ideen und Druck, insgesamt mit Lethargie statt Leidenschaft. Statt sich trotzdem den Fragen und der Kritik zu stellen, zogen es Spieler und Sportdirektor vor, nach dem Spiel lieber nichts zu sagen.

Sebastian Kehl wich den wartenden Journalisten aus und verabschiedete sich wortlos in die Nacht. Die Spieler um Kapitän Emre Can suchten ebenfalls still das Weite. Weit über eine Stunde nach Abpfiff versuchte sich dann immerhin Gregor Kobel an einem Statement, das aber auch wenig Licht ins Dunkel um den schwarz- gelben Trümmerfußball brachte und stattdessen eine gewisse Hilflosigkeit offenbarte.

…Gründe für die desaströse zweite Halbzeit: Mit dem 1:1-Ausgleich von Mainz gab es bei uns einen Bruch im Spiel, in der ganzen Mannschaft. Nach den letzten Wochen fehlte ein stückweit das Selbstvertrauen, um auf Rückschläge zu reagieren. Das hat man in der zweiten Halbzeit gesehen. Das Selbstvertrauen fehlt komplett.

…generelle Probleme: Klar kann es nicht nur das Selbstvertrauen sein, es gibt einige Sachen. Es gibt viele Dinge, die wir besser machen müssen und auf die man vielleicht zeigen kann. Aber gegen Mainz hat man gemerkt, dass wir eigentlich wollen und dass die Bereitschaft da ist. Aber es war ein Bruch im Spiel.

…Dinge, die Hoffnung machen auf eine extrem gute Rückrunde wie in der vorherigen Saison, als man so fast noch Meister geworden wäre: Nicht viel! Was immer ist: Im Fußball kann alles passieren. Das ist auch das Schöne an diesem Sport, da kann immer alles passieren. Aber uns darauf zu verlassen, dass wir wieder anfangen, einen Lauf zu starten, das ist völlig falsch. Es ist ein anderes Jahr, es ist eine andere Situation. Man kann sich nicht darauf verlassen, dass irgendetwas automatisch passiert. Sich auf etwas zu verlassen, ist nicht der richtige Weg.

…Wege aus der Krise: Wir haben uns in ein richtiges Loch hineingebracht, das wir uns selbst gegraben haben. Es braucht extrem viel Energie und extrem viel Arbeit, um da wieder herauszukommen – was wir aber müssen und was natürlich auch unser Ziel bleibt.

…die Frage, ob der Mannschaftsrat jetzt noch einmal aktiv wird in Sachen Krisenbewältigung: Das bleibt privat.

…das Vertrauen der Mannschaft in den Trainer: Wenn man sich das Spiel gegen Mainz anguckt, dann braucht man nicht über den Trainer zu reden. Und ich rede nur über dieses Spiel.

…die Winterpause und mögliche Konsequenzen: Wir sind in einer echten Scheißsituation, das darf man wohl so sagen. Es ist viel Arbeit, da herauszukommen. Jetzt brauchen wir vielleicht erst einmal ein paar Tage Abstand. Das ist auch ganz gut, um mal ein bisschen den Kopf freizubekommen, so wie es jetzt in den letzten Spielen und den letzten Wochen gelaufen ist. Dann gilt es etwas zu ändern – wie das ganz genau aussieht, weiß ich im Moment auch nicht.

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