„Ihr Ranking wird ohnehin leiden“

Tennisstar will für ihr Land spielen – und riskiert hohe Strafe

23.09.2026 – 02:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Alexandra Eala (Archivbild): (Quelle: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa/dpa-bilder)

Alexandra Eala stellt ihre Nationalmannschaft über die WTA-Tour – und könnte dafür teuer bezahlen.

Tennisstar Alexandra Eala will nächste Woche auf das Pflichtturnier China Open in Peking verzichten, um ihr Heimatland Philippinen bei den Asian Games zu vertreten. Ihr Verband hat offiziell eine Ausnahme beantragt, die bislang jedoch nicht bewilligt wurde.

Damit riskiert die Nummer 18 der Weltrangliste eine hohe Strafe der Women’s Tennis Association (WTA). Bis zu 10.000 US-Dollar Geldstrafe und null Punkte für das China Open könnten Eala drohen. Das würde auch ihre Position im Ranking schwächen, gerade nach einer starken Saison.

Die WTA organisiert die wichtigsten Turniere im internationalen Damentennis und regelt die Weltrangliste. Für die besten Spielerinnen sind bestimmte Turniere – sogenannte WTA 1000-Events – Pflicht. Wer ohne genehmigte Ausnahme fehlt, wird mit einer Geldstrafe und einem Punkteverlust belegt. Das China Open in Peking gehört zu diesen Pflichtturnieren, weshalb Eala nur mit einer offiziellen Ausnahme auf die Teilnahme verzichten kann.

Unterstützung aus der Heimat

Die Philippinische Sportkommission (PSC) und der nationale Tennisverband stehen geschlossen hinter Eala. „Seien Sie versichert, dass die Philippinische Sportkommission Alex, PHILTA und das Olympische Komitee in jeder Hinsicht unterstützen wird“, betonte PSC-Chef Patrick Gregorio laut dem US-Sportportal „Athlon Sports“. Auch das Olympische Komitee äußerte sich. „Die WTA hat ihre Regeln und Regelverstöße werden bestraft. Aber Alex wird in Nagoya sein, für Flagge und Land“, sagte Präsident Abraham Tolentino.

Ealas drohende Strafe sorgt auch international für Aufsehen. Ehemalige ATP-Profis wie John Isner und Steve Johnson fordern öffentlich, die WTA solle auf Sanktionen verzichten. „Das wäre das Dümmste, was sie tun könnten“, so Johnson im US-Tennispodcast „Nothing Major“ zu einer möglichen Strafe der WTA. Isner ergänzte: „Sie sollten die Strafe erlassen. Ihr Ranking wird ohnehin sinken, weil sie nicht spielt.“

Eala: „Ich liebe es, mit dem Nationalteam zu spielen“

Eala hat sich bewusst für die Asian Games entschieden – und zwar nicht zum ersten Mal. Schon 2023 holte sie dort Bronze im Einzel und Mixed. Ihr Ziel: die erste Goldmedaille für die Philippinen seit 1962. „Ich liebe es, mit dem philippinischen Team zu spielen und zu kämpfen“, sagte Eala. Die Asian Games finden nur alle vier Jahre statt, für Eala ist das also ein besonderer Moment.

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