Fast fünf Stunden Kampf
Nächster Kraftakt: Zverev zittert sich weiter
04.09.2026 – 08:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Alexander Zverev braucht bei den US Open erneut fünf Sätze. Nach 4:33 Stunden steht der Hamburger in Runde drei – doch der Kraftaufwand ist enorm.
Alexander Zverev hat bei den US Open auch sein zweites Match erst nach einem langen Kampf gewonnen. Der topgesetzte Hamburger besiegte den Franzosen Quentin Halys mit 6:4, 4:6, 7:6 (7:3), 6:7 (3:7), 6:3 und erreichte die dritte Runde.
Erst um 2.15 Uhr Ortszeit nutzte Zverev nach 4:33 Stunden seinen Matchball im Arthur Ashe Stadium. Bereits zum Auftakt hatte er gegen den Italiener Lorenzo Sonego fünf Sätze benötigt. Damit verbrachte der 29-Jährige in seinen ersten beiden Partien zusammen fast zehn Stunden auf dem Platz.
„Die Schuhe von Herrn Zverev sind komplett nass“
Bei 27 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit leistete sich Zverev erneut einige Schwächephasen. Für den ungewöhnlichsten Moment sorgte er im dritten Satz: Beim Stand von 2:4 und einem Breakball verlangte der Deutsche nach einem Paar frischer Schuhe.
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Schiedsrichter Robert Balmforth ließ den Wechsel trotz des ungewöhnlichen Zeitpunkts zu. Seine Begründung: „Die Schuhe von Herrn Zverev sind komplett nass, er hinterlässt nasse Fußabdrücke auf dem Platz.“ Unmittelbar danach gelang Zverev das Break. Er kämpfte sich zurück und entschied den Satz im Tie-Break für sich.
Zverev verliert dreimal nacheinander seinen Aufschlag
Dabei hatte die Partie für ihn zunächst ordentlich begonnen. Mit druckvollen Returns erarbeitete sich Zverev das Break zum 5:4 und holte den ersten Satz nach 38 Minuten. Im zweiten Durchgang brachte ein spektakulärer Lob von Halys die bis dahin eher ruhigen Zuschauer auf die Beine. Anschließend unterliefen Zverev bei eigenem Aufschlag drei Fehler – der Satzausgleich war die Folge.

Auch ein frühes Break im dritten Satz gab ihm keine Sicherheit. Seine Aufschlagquote sank, zudem häuften sich vermeidbare Fehler. Zverev verlor dreimal hintereinander sein Service und wandte sich wiederholt an seinen Vater und Trainer Alexander Zverev Senior auf der Tribüne.
Nach dem Schuhtausch steigerte sich der Hamburger. Er spielte entschlossener und behielt im Tie-Break die Nerven. Der vierte Satz blieb eng, diesmal setzte sich jedoch Halys in der Kurzentscheidung durch.