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Aktivisten schütten Urin auf Einsatzkräfte

wochentlich.deBy wochentlich.de16 Januar 2024Keine Kommentare2 Mins Read
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Aktivisten schütten Urin auf Einsatzkräfte
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Bei der Räumung des Protestcamps in der Leinemasch in Hannover sind Einsatzkräfte teilweise angegriffen worden – auch mit unappetitlichen Mitteln.

Großaufgebot in „Tümpeltown“: Die Polizei hat am Dienstag Gegner des umstrittenen Südschnellweg-Ausbaus in Hannover von den Bäumen und aus den Baumhäusern geholt. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde der Einsatz unterbrochen, am Mittwoch wird er fortgesetzt.

Die Polizei verschaffte sich am Dienstagmorgen Zutritt zu dem besetzten „Tümpeltown“. Dabei seien die Beamten mehrfach mit Pyrotechnik beschossen worden, teilt die Polizei mit. Verletzt wurde dabei niemand. Außerdem schütteten mehrere Aktivisten aus den Baumhäusern Flüssigkeiten, vermutlich Urin, in die Tiefe auf die Einsatzkräfte und Medienvertretende. Überwiegend hätten die Aktivisten jedoch „friedlichen, passiven Widerstand“ geleistet. Mehrere Personen ließen sich freiwillig wegtragen.

Gegen Personen im mittleren zweistelligen Bereich seien Verfahren eingeleitet worden, unter anderem wegen Hausfriedensbruchs sowie Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, so die Polizei. 38 Aktivisten aus dem Protestcamp befinden sich nun in Gewahrsam.

Der geplante Ausbau der wichtigen Schnellstraße im Süden Hannovers soll dabei helfen, den Verkehr besser zu bewältigen. Wegen einer maroden Brücke ist die Straße derzeit auf einem längeren Abschnitt nur einspurig befahrbar. Geplant ist ein neuer Tunnel, der in den kommenden Jahren diese Brücke ersetzen soll. Anfang Dezember 2022 begannen die Bauarbeiten unter anderem mit Baumrodungen im Überschwemmungsgebiet der Leine. Umweltschützer und Klimaaktivisten protestieren seit langem gegen das aus ihrer Sicht überdimensionierte Projekt.

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