Flugstopp bis Ende Oktober

Insolvenz: Airline kämpft ums Überleben


10.10.2026 – 08:27 UhrLesedauer: 2 Min.

Passagierflugzeug (Symbolbild): Eine Fluggesellschaft steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Der Betrieb ruht. (Quelle: IMAGO/Sven Severing)

Eine europäische Fluggesellschaft hat Insolvenz beantragt und ihre Flüge vorerst gestoppt. Auch Verbindungen ab Deutschland fallen aus.

Die rumänische Fluggesellschaft AnimaWings hat ein gerichtliches Sanierungsverfahren beantragt und ihre Flüge vorerst ausgesetzt. Nach Angaben des Unternehmens gilt der Flugstopp vom 2. bis einschließlich 24. Oktober. Damit fallen auch Verbindungen zwischen München und Bukarest sowie Frankfurt und Cluj-Napoca aus, wie das Branchenmedium „touristik aktuell“ berichtet.

Mit Beginn des Winterflugplans am 25. Oktober will die Airline wieder starten. Dafür kündigt sie einen überarbeiteten Flugplan an, der sich nach den verfügbaren Maschinen richten soll. Welchen Umfang das Angebot dann haben wird, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Die Rückkehr in den Flugbetrieb ist bislang eine Ankündigung des Unternehmens.

Technische Probleme belasten das Geschäft

Den Antrag auf gerichtliche Sanierung hatte AnimaWings bereits am 30. September bekannt gegeben. Als wesentlichen Grund für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nennt die Airline wiederkehrende technische Probleme. Weil Flugzeuge dadurch nicht zur Verfügung gestanden hätten, seien auch das Geschäft und die Finanzen unter Druck geraten.

Zur Flotte gehören sechs Airbus A220-300 und zwei Airbus A320. Nach Angaben des Unternehmens waren zuletzt nur die beiden A320 verfügbar. Zunächst wollte AnimaWings mit diesen Maschinen möglichst viele Verbindungen weiter bedienen. Am 1. Oktober kündigte die Fluggesellschaft dann jedoch die vorübergehende Aussetzung ihrer Flüge an.

Zusätzlich verweist das Unternehmen auf ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld und gestiegene Betriebskosten. Auch die gesunkene Kaufkraft und höhere Treibstoffkosten hätten die Lage verschärft. Mithilfe des Sanierungsverfahrens will die Airline ihre Verbindlichkeiten neu ordnen und den Fortbestand sichern.

Passagiere sollen per E-Mail informiert werden

Reisende mit einer Buchung für den betroffenen Zeitraum sollen nach Angaben der Airline eine E-Mail zur Stornierung erhalten. Erstattungen sollen nach den geltenden rechtlichen Vorgaben abgewickelt werden. Einen konkreten Zeitraum für die Auszahlung nennt AnimaWings nicht.

Wegen der hohen Zahl an Anfragen müssten Kunden zudem mit längeren Antwortzeiten rechnen. Wer bereits eine Anfrage eingereicht habe, solle diese nicht zusätzlich über weitere Kontaktwege stellen, bittet das Unternehmen. Für Flüge nach dem angekündigten Neustart empfiehlt die Airline, vor der Fahrt zum Flughafen den aktuellen Status der Buchung zu prüfen und auf Nachrichten zu möglichen Änderungen zu achten.

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