Eine weitere Partei verliert

„Sonntagsfrage“: AfD verliert, SPD legt zu


Aktualisiert am 20.10.2026 – 17:29 UhrLesedauer: 2 Min.

AfD-Parteichefin Alice Weidel: Ihre rechtspopulistische Partei führt derzeit die Umfragen an. (Quelle: IMAGO/Lenny Karpe)

In der Sonntagsfrage bleibt die AfD trotz leichter Verluste stärkste Kraft. Die SPD kann Boden auf die Union gutmachen.

Die AfD bleibt in der Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov stärkste Kraft. Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, würden sich demnach 28 Prozent der Befragten für die Partei entscheiden. Gegenüber der Erhebung im September verliert die AfD damit zwar einen Prozentpunkt. Ihr Vorsprung vor den anderen Parteien bleibt jedoch deutlich.

CDU und CSU kommen in der Umfrage zusammen auf 18 Prozent. Ihr Wert hat sich im Vergleich zum Vormonat nicht verändert. Auch die Grünen liegen unverändert bei 16 Prozent und damit zwei Prozentpunkte hinter der Union. Die SPD kann einen Prozentpunkt hinzugewinnen und erreicht 14 Prozent.

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Für die Linke weist YouGov wie schon im September einen Wert von zehn Prozent aus. Die FDP käme erneut auf fünf Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verliert gegenüber dem Vormonat einen Prozentpunkt und landet bei drei Prozent.

Wahlumfragen sind keine Prognosen

Wahlumfragen bilden grundsätzlich nur die politische Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung ab. Sie sind keine Prognose des tatsächlichen Ergebnisses einer Bundestagswahl. Zudem unterliegen die ermittelten Werte einer statistischen Unsicherheit.

Für die Sonntagsfrage befragte YouGov vom 16. bis zum 19. Oktober 2026 insgesamt 2.202 wahlberechtigte Menschen. Von ihnen machten 1.773 Angaben zu ihrer Wahlabsicht. Die Daten wurden über Online-Interviews mit Mitgliedern des unternehmenseigenen YouGov-Panels erhoben. Nach Angaben des Instituts wurde die Stichprobe nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region, politischem Interesse und Wahlverhalten quotiert.

Die Fehlertoleranz gibt YouGov für die Gesamtstichprobe bei einem ermittelten Anteil von 50 Prozent mit plus oder minus 2,09 Prozentpunkten an. Bei einem Anteil von fünf Prozent beträgt sie demnach plus oder minus 0,91 Prozentpunkte. Geringe Veränderungen gegenüber dem Vormonat müssen deshalb mit entsprechender Zurückhaltung betrachtet werden.

Vorurteile gegenüber Juden werden als Problem gesehen

Ein weiterer Teil der Befragung befasste sich mit Antisemitismus in Deutschland. 46 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind der Meinung, dass Vorurteile gegenüber Juden ein Problem in der deutschen Gesellschaft darstellen.

Politisch ist das Thema derzeit auch bei der angestrebten Koalition von Linken, Grünen und SPD in Berlin von Bedeutung. Dort spielen das Verhältnis der Linken zu Israel und der Umgang mit Antisemitismus eine mitentscheidende Rolle.

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