Umfrageschock für Merz
Erstmals Platz 1 bei Insa: AfD überholt die Union
20.09.2025 – 14:41 UhrLesedauer: 2 Min.
In der aktuellen Insa-Umfrage überholt die AfD erstmals die Union. Es ist der bisher stärkste Wert der Partei in dieser Erhebung.
Politischer Umfrageschock für die Union: In der aktuellen Insa-Sonntagsfrage im Auftrag der „Bild“-Zeitung liegt die AfD mit 26 Prozent erstmals vor CDU/CSU (25 Prozent). Damit erreicht die AfD den höchsten jemals gemessenen Wert in dieser Erhebung.
Die Union fällt damit auf Platz zwei zurück – ein historischer Einschnitt, denn seit Beginn der Insa-Umfragen für „Bild“ hatten laut der Zeitung stets CDU/CSU oder SPD geführt. Das letzte Mal war die SPD am 12. März 2022 mit 26 Prozent vor der Union platziert. Nun ist es die AfD, die stärkste politische Kraft im Land wäre – ein möglicher Wendepunkt in der politischen Landschaft.
Die SPD gewinnt leicht dazu, kommt nun auf 15 Prozent (+1). Die Grünen verlieren einen Punkt und liegen bei 11 Prozent, gleichauf mit der Linken, die ihren Wert halten kann. Alle anderen Parteien bleiben laut Umfrage stabil.
Rechnerisch hätte eine Koalition aus Union und AfD derzeit eine klare parlamentarische Mehrheit von 51 Prozent – mit der AfD als stärkster Kraft. Die derzeitige Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD käme dagegen nur noch auf 40 Prozent. Auch ein rot-rot-grünes Bündnis hätte mit 37 Prozent keine Mehrheit.
Die Umfrageergebnisse zeigen sich nicht nur in den Parteiwerten, sondern spiegeln sich auch in der Zufriedenheit mit der Regierung wider: 63 Prozent der Befragten sind unzufrieden mit der Arbeit der schwarz-roten Koalition, nur 23 Prozent zeigen sich zufrieden.
Auch Kanzler Friedrich Merz (CDU) erreicht einen neuen Negativrekord: 62 Prozent bewerten seine Arbeit negativ, nur 26 Prozent sind zufrieden – ein Tiefstand für den Regierungschef.
Das Meinungsforschungsinstitut Insa hat für die Sonntagsfrage 1.200 Menschen in Deutschland zwischen dem 15. und 19. September befragt. Die Fehlertoleranz bei der repräsentativen Umfrage wird mit +/- 2,9 Prozentpunkten angegeben. Die Zufriedenheitswerte mit Merz wurden am 18. und 19. September abgefragt. Daran nahmen 1.001 Befragte teil.
