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AfD triumphiert | Sachsen-Anhalt-Wahl: Reaktion der Berliner Landesparteien

wochentlich.deBy wochentlich.de6 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Wahl in Sachsen-Anhalt

AfD triumphiert: Berliner Landesparteien mehrheitlich schockiert

Aktualisiert am 06.09.2026 – 21:18 UhrLesedauer: 2 Min.

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Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa

Sachsen-Anhalt hat gewählt – und die AfD ist der klare Gewinner. So reagieren die Berliner Spitzenkandidaten für die Wahl in wenigen Wochen.

Bis auf die AfD blicken die Berliner Parteien zwei Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl sorgenvoll auf das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt. Der Berliner CDU-Generalsekretär Lukas Krieger sprach am Sonntagabend von einer „Zäsur“, SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach von einer „Katastrophe“. Auch Grüne und Linke zeigten sich besorgt.

Lediglich die die Berliner AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker freute sich über einen „großartigen Wahlsieg“. Sie sagte: „Dass eine gesichert rechtsextreme Partei in einem deutschen Landtag so deutlich vorn liegt, ist eine Zäsur für unser Land“. Das Ergebnis zeige, worum es auch in Berlin gehe, nämlich um das „freiheitlich-demokratische Fundament“ der Stadt. „Nur eine starke CDU ist das Bollwerk gegen die AfD“, so Krieger.

Krach (SPD): Ergebnis der AfD ist „erdrückend“

Für Krach ist das Ergebnis der AfD „erdrückend“. Als Vater von drei Kindern mache er sich große Sorgen, „ob sie in Deutschland auch in Zukunft in einer Demokratie leben können“, erklärte der SPD-Politiker. Gleichzeitig habe die SPD in Sachsen-Anhalt gezeigt, wie wichtig es sei, bis zum Schluss um jede Stimme zu kämpfen. Auch er werde die nächsten zwei Wochen bis zur Wahl „alles geben“.

Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf bezeichnete das AfD-Ergebnis als schockierend. Allerdings habe sich in Sachsen-Anhalt auch gezeigt, dass die Grünen der „Safe Space der Demokratie“ seien. Die Partei sei das „Gegenmodell“ zur AfD. „Das haben die Menschen in Sachsen-Anhalt gespürt und deshalb für das beste grüne Wahlergebnis im Land gesorgt“, so Graf.

Die Spitzenkandidatin der Linken für die Abgeordnetenhauswahl, Elif Eralp, sprach von einem „historischen Bruch“. Sie wisse, dass viele Menschen auch in Berlin nun Angst hätten. „Aber ich möchte ihnen allen sagen: Ihr seid nicht allein“. Sie wolle die Hauptstadt zu einem Ort der Hoffnung und Solidarität machen. „Ich bin die Antwort auf Sachsen-Anhalt“, so Eralp.

Brinker: „Viele Menschen wollten den politischen Wandel“

AfD-Frau Brinker fügte hinzu: „Ulrich Siegmund und die sachsen-anhaltische AfD haben einen großartigen Wahlsieg errungen und ein Ergebnis erzielt, dass der AfD noch vor kurzem niemand zugetraut hätte“, erklärte die AfD-Landeschefin. Viele Menschen wollten den politischen Wandel und eine grundsätzliche politische Wende. „Wir spüren das auch im Berliner Wahlkampf.“

Die Hochrechnungen für Sachsen-Anhalt um kurz nach acht sehen die AfD bei 44,4 Prozent, die CDU bei 18,3 Prozent und die Linke bei 9,2 Prozent. Die SPD erreicht demnach 8,6 Prozent, und die Grünen kommen auf 8,4 Prozent. Die FDP liegt bei 2,4 Prozent und scheitert damit an der Fünfprozenthürde. Das BSW kommt ebenfalls nur auf 4,8 Prozent. Auf andere Parteien entfallen 3,9 Prozent. Die Hochrechnungen sehen keine absolute Mehrheit für die AfD in Sachsen-Anhalt. Mehr Informationen und aktuelle Entwicklungen dazu im Live-Ticker.

Umfragen sagen in Berlin ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und Linkspartei voraus, wobei die Christdemokraten zuletzt knapp vorn lagen. Es folgten die AfD, die Grünen und die SPD, während das BSW und die FDP unter der Fünfprozenthürde lagen.

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