Baden-Württemberg

AfD wollte CDU-Mann zum Ministerpräsidenten wählen

Aktualisiert am 13.05.2026 – 12:30 UhrLesedauer: 1 Min.

Haben sich auf eine gemeinsame Regierung verständigt: Cem Özdemir und Manuel Hagel. (Archivbild) (Quelle: Bernd Weißbrod/dpa/dpa-bilder)

Nicht einmal einen Espresso werde er mit AfD-Vertretern trinken gehen, sagt CDU-Chef Hagel häufig. Vor der Wahl von Cem Özdemir wollte die AfD nun eine Zusammenarbeit erzwingen

Die AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg hat CDU-Chef Manuel Hagel als Gegenkandidaten zu Cem Özdemir (Grüne) für das Amt des Ministerpräsidenten vorgeschlagen. Dieser lehnte aber noch vor der Wahl ab, Cem Özdemir wurde gewählt.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Miguel Klauß, schlug Hagel als Kandidaten vor. „Ich stehe für diesen Vorschlag nicht zur Verfügung“, entgegnete Hagel unmittelbar. Man werde geschlossen Cem Özdemir wählen. Hagel sagte, die Christdemokraten stünden auch nach der Wahl für Geschlossenheit und Stabilität. Es gebe eine Verantwortung, die größer sei als man selbst.

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Mit dem Manöver wollten die Rechtspopulisten Druck auf die CDU-Abgeordneten machen, die sich in geheimer Wahl zwischen Özdemir und ihrem eigenen Parteichef entscheiden mussten. Der AfD ging es dabei aus Sicht von Beobachtern auch darum, eine Zerrissenheit innerhalb der CDU sichtbar zu machen.

Immer wieder Angebote an CDU

Bereits im Vorfeld hatte die AfD der CDU mehrfach angeboten, gemeinsam Hagel zum Ministerpräsidenten zu wählen. Hagel hatte das schon am Wahlabend ausgeschlossen: „Es kommt für mich nicht infrage, dass ich mit Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten gewählt werden würde, auch wenn’s die rechnerische Möglichkeit gibt.“

Özdemir ist der gemeinsame Kandidat von Grünen und CDU für die Wahl des Ministerpräsidenten. Er und Hagel hatten am Montag den Koalitionsvertrag für die Neuauflage von Grün-Schwarz unterzeichnet.

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