Er nutzte es auch für Kreuzfahrten

AfD-Politiker stahl der Partei offenbar 162.000 Euro

Aktualisiert am 27.05.2026 – 14:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Landesvorstand spricht vom „finanziellem Klärungsbedarf“ im Kreisvorstand. (Quelle: Silas Stein/dpa/dpa-bilder)

Ein AfD-Politiker verstarb und plötzlich stellte ein Parteikollege fest: 162.000 Euro von dem Parteikonto fehlen. Jetzt kommt heraus, wofür er es offenbar ausgegeben hat.

Ein lokaler AfD-Politiker hat offenbar 162.000 Euro aus der Parteikasse entwendet. Der mittlerweile verstorbene Björn Anderßon soll damit unter anderem private Kreuzfahrten bezahlt haben, berichtet die „Bild“.

Anderßon war Schatzmeister der AfD Stuttgart sowie Vize-Chef im Finanzrat des baden-württembergischen Landesverbands. Am 17. Mai dieses Jahres starb er dann mit 46 Jahren. In der Folge fiel dem Stuttgarter AfD-Vorsitzenden Andreas Mürter offenbar auf, dass sich auf dem Parteikonto lediglich 800 Euro befanden.

  • Richter kippen Stadtratswahl: AfD erzwingt Neuwahl
  • „AfD-Förderprogramm“: Özdemir schießt gegen Bundesregierung

Daraufhin informierte Mürters Anwältin offenbar die Bundesparteivorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla. In dem Schreiben bezifferte sie die fehlende Summe auf 162.000 Euro. Allerdings sollen davon allein 98.000 Euro von der Techniker-Krankenkasse zwischenzeitlich auf das AfD-Konto geflossen sein. Dort arbeitete Anderßon als Kundenbetreuer. Er überwies das Geld offenbar illegalerweise auf das Parteikonto, um es später privat zu verwenden.

Die „Bild“ wertete nun die Kontoauszüge aus. Dabei kam heraus, dass 145.000 Euro an ein Konto geflossen sind, hinter dem wohl Anderßon selbst stand. Die Abbuchungen seien regelmäßig in vierstelliger Summe erfolgt.

Die weiteren 17.000 Euro seien direkt vom AfD-Konto für einzelne private Ausgaben verwendet worden. Dabei geht es offenbar um Friseurrechnungen, Restaurantbesuche, Optiker, Übernachtungen, seine Miete oder Kreuzfahrten. Dabei soll er regelmäßig auf Kreuzfahrtenschiffen unterwegs gewesen sein, wie seine Facebook-Posts zeigen. Eine AfD-Kollegin sagte zur „Bild“: „Ich blockierte ihn auf WhatsApp, weil er mich mit Bildern seiner Aida-Reisen bombardierte.“

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version