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Politik

AfD im Nordosten leicht vor SPD

wochentlich.deBy wochentlich.de20 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Wahl in Mecklenburg-Vorpommern

AfD im Nordosten leicht vor SPD – CDU nur knapp im Landtag

Aktualisiert am 20.09.2026 – 18:53 UhrLesedauer: 5 Min.

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AfD-Kandidat Holm meldet Anspruch auf die Regierung an. (Quelle: Jens Büttner/dpa/dpa-bilder)

Die AfD liegt an Ostseeküste und Seenplatte knapp vor der SPD. Die CDU ist nach den ersten Hochrechnungen nur hauchdünn im Parlament und muss zittern. Wer kann am Ende regieren?

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD die AfD nicht ganz eingeholt – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kann aber voraussichtlich weiter regieren. Nach den ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF erleidet die CDU erneut ein Fiasko und könnte erstmals seit Gründung der Bundesrepublik nur ganz knapp im Parlament verbleiben. Die Linke verliert deutlich an Zustimmung, bleibt für Schwesig aber als Regierungspartnerin erhalten.

Die Grünen könnten wie die CDU knapp im Landtag bleiben, mussten zunächst aber zittern. Für das BSW ist dies noch ungewisser. Die FDP schafft es nicht über die Fünf-Prozent-Hürde.

SPD kann AfD nicht ganz einholen

Nach den Hochrechnungen von 18.30 Uhr hat die SPD mit einer ganz auf einen Zweikampf zugeschnittenen Kampagne die in den Umfragen führende AfD nicht ganz eingeholt. Schwesigs Partei schneidet mit 35,6 bis 36,3 Prozent schwächer als vor fünf Jahren ab (39,6 Prozent) – für den Machterhalt braucht sie neben der Linken nun wohl einen dritten Partner. Angesichts der bundesweiten Schwäche der Partei gilt das dennoch als großer Erfolg.

Die AfD von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm hat mit 37,1 bis 37,8 Prozent ihr Ergebnis mehr als verdoppelt (16,7 Prozent) – allerdings fehlt ihr zum Regieren ein Partner, weil keine Partei mit ihr koalieren will. Sie ist nun im dritten Landtag nach Thüringen und Sachsen-Anhalt stärkste Kraft.

CDU erleidet nächste Pleite innerhalb zweier Wochen

Die CDU mit ihrem Vorsitzenden Daniel Peters wird im stark polarisierten Wahlkampf zwischen AfD und SPD zerrieben und verliert mit 5,1 bis 5,4 Prozent (13,3) mehr als die Hälfte ihrer Stimmen. Für die Bundespartei ist es innerhalb von zwei Wochen das nächste Desaster nach der Niederlage in Sachsen-Anhalt. Gleichwohl käme neben den Grünen die CDU für Schwesig als Stütze in Frage, wenn beide tatsächlich im Parlament bleiben sollten.

Die Linke bleibt mit 6,2 bis 7,4 Prozent weit unter den Erwartungen und unter dem Niveau der Wahl von 2021 (9,9). Die Grünen rutschen auf 5,5 Prozent (6,3). Die FDP fliegt mit 1 bis 1,1 Prozent (5,8) hochkant aus dem Landtag und ist nun bundesweit nur noch in vier Landesparlamenten vertreten. Das erstmals angetretene BSW muss mit 4,8 bis 5 Prozent bangen.

Nach den Nach-Wahl-Befragungen von Infratest dimap (ARD) und Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) könnte die Sitzverteilung im Schweriner Schloss wie folgt aussehen: SPD 26 bis 28 Mandate (2021: 34), AfD 27 bis 30 (14), Linke 5 bis 6 (9), CDU 4 (12), Grüne 4 (5). Die Mehrheit liegt bei 36 Mandaten.

Rund 1,3 Millionen Menschen waren wahlberechtigt, darunter erstmals 16- und 17-Jährige. Die Wahlbeteiligung liegt nach der ZDF-Prognose bei 75,5 Prozent (70,8).

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