Viktor Orbán (Archivbild): Der ehemalige Ministerpräsident des Donaulandes gratuliert der AfD zum Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt. (Quelle: Petr David Josek /AP/dpa)

Französischer Finanzminister sieht „sehr, sehr besorgniserregendes Signal“

Roland Lescure, französischer Minister für Wirtschaft und Finanzen sprach am Montag von einem „sehr, sehr besorgniserregenden Signal“. Dies zeige, dass man vor einer großen Herausforderung angesichts einer „populistischen Welle“ stehe, die sich heute weltweit ausbreite und der man widerstehen müsse, sagte Lescure dem Radiosender RTL.

Am Sonntagabend hatte sich auch schon der französische Europaminister Benjamin Haddad zu Wort gemeldet. „Dass die extreme Rechte bei der deutschen Regionalwahl die Oberhand gewinnt, ist ein sehr ernster Moment für Europa“, schrieb er auf X. Man müsse mit Demut auf die Wut, die Ängste und die Sorgen hören und angemessen auf diese Bedenken reagieren. „Aber Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit werden niemals die Antwort sein“, fügte Haddad hinzu.

Italiens Außenminister und Vize-Regierungschef Antonio Tajani bezeichnete das Abschneiden der AfD in Sachsen-Anhalt als „äußerst schlechte Nachricht“. Er hoffe, der Wahlerfolg in dem ostdeutschen Bundesland bleibe eine „lokale Ausnahme“, erklärte der Chef der konservativen Regierungspartei Forza Italia.

Tusk: Nur Idioten erfreut über AfD-Triumph

Ähnliche Töne kommen vom polnischen Außenminister Radosław Sikorski. Er nannte das Ergebnis ein „beunruhigendes Signal“. Dass der AfD nur wenige Stimmen zur absoluten Mehrheit fehlten, sei in der Tat ein sehr besorgniserregendes Zeichen, sagte er dem Radiosender Vox FM.

Der polnische Regierungschef Donald Tusk hatte sich bereits am Sonntagabend auf der Online-Plattform X geäußert. „In Polen können sich nur Idioten oder Verräter über den Triumph der AfD in Deutschland freuen“, schrieb der Ministerpräsident und fügte mit Blick auf die rechtsgerichtete Opposition im eigenen Land hinzu: „Eine ganze Reihe von ihnen hat sich bei der Konfederacja und der PiS versammelt.“

Der polnische Regierungschef Donald Tusk zeigte sich fassungslos. „In Polen können sich nur Idioten oder Verräter am Triumph der AfD in Deutschland erfreuen“, schrieb der liberalkonservative Politiker am Wahlabend bei X. Nicht wenige davon hätten sich in den Oppositionsparteien Konfederacja und Recht und Gerechtigkeit (PiS) versammelt.

Donald Tusk (Archivbild): Der Ministerpräsident von Polen kritisiert den Sieg der AfD bei der Sachsen-Anhalt-Wahl. (Quelle: Adam Warzawa)

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