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AfD blamiert sich mit Klimastudie in Bürgerschaft

wochentlich.deBy wochentlich.de21 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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AfD blamiert sich mit Klimastudie in Bürgerschaft
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Dirk Nockemann

„Klimaapokalypse findet nicht statt“: AfD blamiert sich in Bürgerschaft

21.05.2026 – 04:45 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Dirk Nockemann (Archivbild): Hamburgs AfD-Chef blamierte sich während einer Bürgerschaftssitzung. (Quelle: IMAGO/LENTHE-MEDIEN)

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Die AfD verkündet in Hamburg das Ende der Klimakatastrophe. Dabei beruft sie sich auf eine Klimastudie, die das Gegenteil besagt.

Mit einer selbst beantragten „Aktuellen Stunde“ zur Klimapolitik hat die AfD in der Hamburgischen Bürgerschaft am Mittwoch scharfen Widerspruch aus allen anderen Fraktionen geerntet.

Fraktionschef Dirk Nockemann verkündete, die „Klimaapokalypse findet nicht statt“ – und berief sich dabei auf eine aktuelle Studie des World Climate Research Programme (WCRP), deren Kernaussage er damit ins Gegenteil verkehrte.

Kritik aus allen Fraktionen der Bürgerschaft

Die Forschenden hatten zwar ihr Worst-Case-Szenario abgemildert, weil bestimmte Emissionsmengen als unplausibel eingestuft wurden. Von Entwarnung ist aber keine Rede: Laut NDR stellt Studienautor Detlef van Vuuren klar, dass selbst das angepasste Szenario noch von einer Erwärmung um 3,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit ausgeht – mit schwerwiegenden Folgen.

SPD-Klimaexperte Alexander Mohrenberg ließ das nicht unkommentiert. Nockemann habe „die Überschrift gelesen, aber dann wahrscheinlich nicht mehr umgeblättert“, sagte er. CDU-Umweltpolitiker Sandro Kappe warf der AfD vor, Klimaschutz pauschal abzulehnen – „ohne Wissenschaft und ohne Erkenntnisse“. Den eigentlichen Antrieb sieht er woanders: „Sie wollen einen Social-Media-Auftritt haben, wo sie sagen, die anderen sind alle doof.“

Linke: „Geisterfahrer auf der Klimaautobahn“

Grünen-Klimasprecherin Rosa Domm betonte, die verbesserten Projektionen seien überhaupt nur möglich geworden, weil Klimapolitik gewirkt habe – Klimapolitik, die die AfD stets abgelehnt habe. Stephan Jersch von der Linken nannte die Partei „die Geisterfahrer auf der Klimaautobahn“ und mahnte: Die Neubewertung sei kein Grund zur Entwarnung.

Die Hamburger Debatte steht nicht allein. Sowohl die AfD-Bundestagsfraktion als auch die bayerische AfD haben zuletzt ähnliche Vorstöße unternommen – und auch US-Präsident Donald Trump sprach von einer Absage an den „Klima-Alarmismus“.

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