Teaminterner Crash

Riesenzoff bei Ferrari: Hamilton attackiert Leclerc

02.11.2026 – 07:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Lewis Hamilton: Der Ferrari-Pilot war nach dem Rennen in Mexiko bedient. (Quelle: IMAGO/Julien Delfosse/imago)

Charles Leclerc drängt Teamkollege Lewis Hamilton beim Großen Preis von Mexiko-Stadt von der Strecke – und kassiert dafür eine Strafe. Hamilton kocht vor Wut und stellt eine klare Forderung an seinen Teamkollegen.

Während sich Kimi Antonelli beim Großen Preis von Mexiko-Stadt zum jüngsten Formel-1-Weltmeister der Geschichte gekürt hat, ist es bei Ferrari zu einem offenen Konflikt zwischen Lewis Hamilton und Charles Leclerc gekommen. Leclerc drängte Hamilton nach einer Attacke in der ersten Kurve von der Strecke, übernahm die Führung und kassierte dafür eine Fünf-Sekunden-Strafe – die Hamilton nicht besänftigte.

Hamilton hatte zuvor die Poleposition geholt – die 105. seiner Karriere. Leclerc startete von Position drei, kürzte ab und kam vor Hamilton zurück auf den Kurs. Der siebenmalige Weltmeister beschwerte sich daraufhin mehrfach über Funk. Am Ende wurde Hamilton Zweiter hinter Sieger Max Verstappen von Red Bull. Leclerc verpasste als Vierter das Podest.

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Nach dem Rennen äußerte sich Hamilton zum Vorfall: „Ich bin echt sauer. Wir haben wertvolle Punkte verloren. Wir hätten locker einen Doppelsieg einfahren können. Das Tempo dafür hatten wir. Aber wenn dein Teamkollege gegen dich arbeitet und du dann so Positionen verlierst, ist das definitiv hart.“ Der Brite hatte schon während des Rennens über Funk geschimpft.

Hamilton kündigte ein klärendes Vier-Augen-Gespräch mit Leclerc an. „Wir haben keine Regeln für die Zusammenarbeit, und ob das von Charles‘ Seite aus etwas ändern wird, weiß ich nicht“, sagte der Brite. „Aber es muss sich auf jeden Fall etwas ändern.“ Bezüglich seines Teamkollegen ergänzte er: „Der Kerl ist 29 Jahre alt, also glaube ich nicht, dass es am Alter liegt. Ich glaube, es ist eine Frage der Mentalität.“

Leclerc wehrt sich gegen Hamiltons Kritik

Leclerc sah die Situation anders. „Ich könnte mich natürlich auch darüber ärgern, wie sehr er mich in Kurve 1 von der Strecke gedrängt hat“, erkannte er auch bei Hamilton ein Fehlverhalten. „Aber ich denke, so ist das eben im Rennsport. Wenn man um den Sieg kämpft, gehört das einfach dazu.“

Teamchef Fred Vasseur meldete sich ebenfalls zu Wort. „Wenn man in Kurve 4 auf Platz 1 oder 2 liegt, kommt einem gar nicht in den Sinn, dass man das Rennen nicht gewinnen könnte“, erklärte der Ferrari-Boss. Und weiter: „Das ist sehr frustrierend für mich, aber ich bin nicht der Wichtigste – es ist sehr frustrierend für die 2.000 Menschen, die an diesem Projekt arbeiten. Und das werde ich erst einmal verdauen müssen.“ Es sei auch eine Sache des Respekts, betonte Vasseur.

Es ist nicht das erste Mal, dass Hamilton mit Strategien und Verhaltensweisen bei der Scuderia hadert. Der Brite war zur Saison 2025 zu Ferrari gewechselt.

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