Stauwarnung des ADAC
Ferienstart: Auf den Straßen wird es noch voller
06.07.2026 – 12:10 UhrLesedauer: 3 Min.
Mit dem Ferienstart in vier weiteren Bundesländern geht die Reisesaison in eine neue Stufe. Wo Autofahrer am Wochenende Geduld brauchen und welche Strecken betroffen sind.
Autofahrer müssen sich am kommenden Wochenende auf deutlich mehr Verkehr einstellen. Mit Hamburg, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern beginnen die Sommerferien in vier weiteren Bundesländern. Damit sind – mit Ausnahme von Baden-Württemberg und Bayern – nun fast alle Schüler in Deutschland in den Ferien. Gleichzeitig steigt der Reiseverkehr aus den europäischen Nachbarländern.
Die größte Staugefahr besteht nach Angaben des ADAC am Freitagnachmittag und -abend. Dann treffen Berufspendler und Urlauber aufeinander. Auch am Samstagvormittag dürfte es auf den klassischen Reiserouten und in Richtung der Urlaubs- und Ausflugsgebiete voll werden. Am Sonntagnachmittag und -abend rechnet der Automobilclub mit verstärktem Rückreiseverkehr. Hinzu kommen mehr als 1.000 Baustellen auf den Autobahnen.
Für Lastwagen gelten an Samstagen bis Ende August zusätzliche Einschränkungen. Neben dem ganzjährigen Sonn- und Feiertagsfahrverbot greift seit Anfang Juli wieder das Sommerfahrverbot. Es gilt samstags zwischen 7 und 20 Uhr auf besonders staugefährdeten Autobahnen und Bundesstraßen.
Hier drohen die meisten Staus
- A1 Hamburg – Bremen – Osnabrück – Dortmund – Köln
- A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Berliner Ring
- A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Passau
- A4 Aachen – Köln – Olpe sowie Dresden – Görlitz
- A5 Kassel – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
- A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
- A7 Hamburg – Hannover – Kassel sowie Ulm – Füssen/Reutte
- A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A9 Berlin – Halle/Leipzig – Nürnberg – München
- A10 Berliner Ring
- A20 Lübeck – Rostock
- A23 Hamburg – Heide
- A24 Hamburg – Schwerin – Berliner Ring
- A81 Singen – Stuttgart – Heilbronn
- A95 München – Garmisch-Partenkirchen
- A96 Lindau – München
- A99 Autobahnring München
So steht es um Österreich und die Schweiz
Auch auf wichtigen Urlaubsrouten im Ausland müssen Reisende mit Verzögerungen rechnen. In Österreich zählen unter anderem die Westautobahn (A1), die Pyhrn-Autobahn (A9), die Tauern-Autobahn (A10), die Inntal-Autobahn (A12) und die Brennerautobahn (A13) zu den besonders belasteten Strecken. An der Luegbrücke auf der Brennerautobahn sorgen Sanierungsarbeiten weiterhin für Engpässe. Ebenfalls stark befahren sind die Rheintal- und Walgauautobahn (A14), die Fernpassstraße (B179) sowie die Arlbergstraße (B197). In Tirol beginnt zudem am Montag, 13. Juli, erneut die Blockabfertigung.
In der Schweiz ist vor allem auf der Gotthard-Route (A2) zwischen Basel und Chiasso mit langen Wartezeiten zu rechnen. Auch die A1 zwischen Bern und St. Margrethen, die A3 von Basel nach Chur und die A13 über den San-Bernardino-Pass gelten als staugefährdet. In Italien bleibt die Brennerautobahn A22 in Richtung Gardasee und Adria ebenso belastet wie die Verbindung von der Schweizer Grenze über Mailand bis Genua.
Um Ausweichverkehr durch Ortschaften zu verhindern, richten Behörden an den Wochenenden erneut Abfahrtssperren ein. In Deutschland betrifft das bei Stau unter anderem die A7 im Ostallgäu, die A8 in den Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach sowie die A93 und die Bundesstraßen B2 und B23 im Raum Garmisch-Partenkirchen. Auch in Tirol bleiben zahlreiche Landes- und Gemeindestraßen in den Bezirken Innsbruck, Innsbruck-Land, Kufstein, Imst und Reutte an Samstagen sowie an Sonn- und Feiertagen für den Ausweichverkehr gesperrt.
