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ADAC testet Rastplätze: Ekel-Alarm an der Autobahn

wochentlich.deBy wochentlich.de14 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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ADAC testet Rastplätze: Ekel-Alarm an der Autobahn
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ADAC deckt Zustände auf

Ekel-Alarm an deutschen Rastplätzen


14.07.2026 – 00:00 UhrLesedauer: 2 Min.

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Rastplatz Stadtwald an der A3 in Hessen: Ob man dieses Toilettenhäuschen wirklich betreten will? (Quelle: ADAC)

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Wer entlang der Autobahn mal muss, ist häufig mit Vandalismus, Dreck und Schrottautos konfrontiert. Ein Test zeigt die Zustände an unbewirtschafteten Rastanlagen.

Fehlendes Toilettenpapier, kaputte Seifenspender und dreckige Klos: Wer auf deutschen Autobahnen unterwegs ist und an den etwa 1.400 bis 1.500 unbewirtschafteten Rastplätzen hält, muss teilweise leidensfähig sein. Bei einem aktuellen Test des ADAC von 50 dieser Rastplätze fällt beinahe die Hälfte der Anlagen durch.

Rund 440 bewirtschaftete Rastanlagen, ungefähr 200 privat betriebene Autohöfe sowie die Parkplätze mit Mülleimern, Sitzmöglichkeiten sowie teilweise einer Toilettenanlage finden sich hierzulande. Doch die Qualität lässt oft zu wünschen übrig. Der Name „unbewirtschaftet“ scheint für den Betreiber, die Autobahn GmbH des Bundes, Programm zu sein.

Zwei Drittel haben sich verschlechtert

Bereits vor vier Jahren hatte der Verkehrsclub die 50 Anlagen entlang der 15 längsten Autobahnen untersucht. Damals fiel mehr als jede fünfte Anlage mit „mangelhaft“ oder „sehr mangelhaft“ durch, nur zwei erhielten das Prädikat „sehr gut“. In diesem Jahr stieg die Durchfallquote auf 46 Prozent, kein einziger Platz wurde mit „sehr gut“ bewertet. Das heißt: Zwei Drittel haben sich verschlechtert, immerhin acht Prozent konnten ihr Ergebnis verbessern.

Rastplatz Brühlgraben: Nicht nur der Zustand fällt ins Auge, auch die fehlenden Trocknungsmöglichkeiten für die Hände.Vergrößern des Bildes
Rastplatz Brühlgraben: Nicht nur der Zustand fällt ins Auge, sondern auch die fehlende Trocknungsmöglichkeit für die Hände. (Quelle: ADAC)

Größter Schwachpunkt: die Toiletten. 62 Prozent der bewerteten Rastplätze erhielten in diesem Kapitel ein „mangelhaft“ oder „sehr mangelhaft“. Sechs Anlagen waren komplett gesperrt. Auch die barrierefreien Anlagen enttäuschten in vielen Fällen. Der ADAC fasst zusammen: „Damit erweisen sich die Sanitäranlagen als zentrale Schwachstelle unbewirtschafteter Rastplätze, sind aber gleichzeitig der häufigste Grund für deren Nutzung.“

Auch der Autoclub ACE hat 2022 unbewirtschaftete Rastplätze getestet – hier waren es sogar 694 Anlagen, im Gegensatz zum ADAC auch ohne WC. Das Ergebnis damals: 82 von ihnen fielen durch, vor allem jene Plätze ohne Toiletten.

Schrottautos und nur ein „ausreichendes“ Sicherheitsgefühl

Besser sieht es in der Kategorie „Verkehr und Parken“ aus, die Verkehrssicherheit sei bei den meisten Plätzen gegeben. Bei 38 Prozent der Anlagen fehlten jedoch Parkmöglichkeiten für Gespanne und Wohnmobile – dafür aber standen auf acht der 50 Rastplätze Schrottautos herum.

Zumindest mit Baken gesichert: Ein Schrottauto auf dem Rastplatz Kapellenberg an der A9 in Sachsen-Anhalt.Vergrößern des Bildes
Zumindest mit Baken gesichert: Ein Schrottauto auf dem Rastplatz Kapellenberg an der A9 in Sachsen-Anhalt. (Quelle: ADAC)

Die Außenanlagen schnitten durchschnittlich ab, vor allem das Fehlen von Spazierwegen, Spielplätzen oder auch nicht vorhandener Lärmschutz führten zu Punktabzügen. Ebenso wurde die persönliche Sicherheit nur als „ausreichend“ bewertet; primär bei der Beleuchtung der Parkflächen, der Einsehbarkeit der Toilettengebäude und bei den Notrufeinrichtungen sieht der ADAC Verbesserungspotenzial. Dafür haben alle getesteten Plätze Handyempfang und beleuchtete Toilettengebäude.

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