Warnung vor Mautbetrug

Diese E-Mail sofort löschen


Aktualisiert am 17.09.2026 – 16:40 UhrLesedauer: 2 Min.

Erpressung per Mausklick: Kriminelle drohen Mautkunden mit fiktiven Strafen von bis zu 3.000 Euro. (Quelle: IMAGO/Rolf Poss)

Gefälschte Schreiben setzen Autofahrer mit der Androhung hoher Strafen unter Druck. Ein kleiner Betrag dient als Köder, doch am Ende drohen Datendiebstahl und hohe Abbuchungen.

Kriminelle versenden derzeit gefälschte E-Mails, die scheinbar von der österreichischen Autobahngesellschaft Asfinag stammen. Wer auf den darin enthaltenen Link klickt, riskiert den Verlust sensibler Kreditkartendaten.

Die Asfinag warnt vor Nachrichten, die optisch wie offizielle Schreiben des Unternehmens wirken. Darin behaupten die Betrüger, die Empfänger hätten das österreichische Autobahn- und Schnellstraßennetz ohne gültige Vignette genutzt. Auch der ADAC weist auf die aktuelle Betrugsmasche hin.

So setzen die Betrüger die Empfänger unter Druck

In den gefälschten E-Mails werden Autofahrer zu einer schnellen Zahlung aufgefordert. Sie sollen nachträglich eine 10-Tages-Vignette kaufen, angeblich, um eine höhere Strafe zu vermeiden.

Die Masche im Überblick:

  • Die Forderung: Die Empfänger sollen rückwirkend eine 10-Tages-Vignette für 12,36 Euro erwerben.
  • Die Drohung: Wer nicht zahlt, müsse mit einer Geldstrafe von bis zu 3.000 Euro rechnen.
  • Der Klick-Köder: Die Zahlung soll über einen Button mit der Aufschrift „Ersatzmaut jetzt bezahlen“ erfolgen.

Hinter diesem Button verbirgt sich jedoch kein offizieller Zahlungsweg der Asfinag, sondern ein Phishing-Link. Wer darauf klickt, gelangt zu einer gefälschten Seite. Dort versuchen die Täter, Kreditkarten- und persönliche Daten abzugreifen. Mit diesen Daten können anschließend unberechtigte Abbuchungen erfolgen.

Der sichere Weg: Ohne Betrug und versteckte Gebühren kauft man die Vignette direkt im Mautshop oder bei großen Verkehrsclubs wie dem ADAC oder dem ÖAMTC. (Quelle: —)

Woran Sie die Fälschung erkennen

Obwohl die E-Mails im Stil der Asfinag gestaltet sind, gibt es klare Warnzeichen. So ist laut Asfinag bereits der geforderte Betrag von 12,36 Euro untypisch. Auch die tatsächlichen Absenderadressen passen bei genauer Prüfung nicht zu offiziellen Asfinag-Adressen.

Die Asfinag informiert derzeit auf ihrer Webseite, über ihre Social-Media-Kanäle und in ihrem offiziellen Mautshop über die Betrugswelle. Zudem geht das Unternehmen nach eigenen Angaben im Rahmen seiner technischen Möglichkeiten gegen die betrügerischen Links vor.

Nicht nur Vignetten betroffen

Mittlerweile kopieren Kriminelle amtliche Portale auf breiter Front. Ob Führungszeugnis, Wunschkennzeichen, Rundfunkbeitrag oder britische Einreisegenehmigung (ETA): Wer solche Dokumente online beantragt, muss die Adresse im Browser genau prüfen.

So schützen Sie sich vor der Betrugsmasche

Wer eine verdächtige E-Mail erhält, sollte vorsichtig bleiben:

  • Die vollständige E-Mail-Adresse genau prüfen.
  • Nicht auf Buttons oder Zahlungslinks aus verdächtigen Nachrichten klicken.
  • Auf verlinkten Seiten keine Kreditkarten- oder Personendaten eingeben.
  • Den offiziellen Asfinag-Mautshop nur direkt über den Browser aufrufen.
  • Nicht auf die Nachricht antworten und keine Daten weiterleiten.

Was Betroffene sofort tun sollten

Wer seine Kreditkartendaten auf der gefälschten Seite eingegeben hat, sollte umgehend seine Bank oder das Kreditkarteninstitut kontaktieren und die Karte sperren lassen. Zudem sollten alle folgenden Kontobewegungen genau geprüft werden. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, bei der Polizei Anzeige zu erstatten.

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