Warnsignale
Herz in Gefahr: Diese Vorboten werden oft übersehen
Aktualisiert am 28.09.2026 – 07:18 UhrLesedauer: 3 Min.
Beinschmerzen oder ein starker Harndrang: Auch vermeintlich harmlose Symptome sollten Sie ernst nehmen. Einige können Hinweise auf gefährliche Herzerkrankungen sein.
Wer an Herzprobleme denkt, hat meist Atemnot und Schmerzen im Brustkorb im Sinn. Doch nicht nur diese Warnzeichen sollten aufhorchen lassen. Auch schmerzende Beine können mit Herzbeschwerden zu tun haben. Manchmal sind es die unscheinbaren Symptome, die Hinweise auf die Herzgesundheit geben. Wir stellen acht „untypische“ Warnzeichen vor.
1. Beinschmerzen
Hellhörig sollten Sie vor allem dann werden, wenn es sich um Schmerzen in den Waden handelt, die beim Gehen auftreten und beim Stehen schnell wieder nachlassen, weiß die Deutsche Herzstiftung. Vorsicht geboten ist auch, wenn im Liegen Schmerzen in der Zehengegend auftreten. Besonders, wenn der Schmerz beim Aufstehen nachlässt.
Diese beiden Schmerzarten seien oft auf eine Gefäßverkalkung in den Blutgefäßen der Beine zurückzuführen, so die Stiftung. Die daraus resultierenden Durchblutungsstörungen machen nicht nur den Beinen zu schaffen. Auch das Herzinfarktrisiko steigt. Laut den Experten leiden etwa eine Million Menschen in Deutschland unter der sogenannten peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, kurz pAVK.
2. Ödeme können auf krankes Herz hinweisen
Bei einer Herzerkrankung kann es zudem vorkommen, dass sich Ödeme im Bein- und Fußbereich bilden. Dabei handelt es sich um krankhafte Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe. Nach Angaben der Herz-Experten gehört die chronische Herzschwäche, auch Herzinsuffizienz genannt, zu den häufigsten Herzerkrankungen, die Ödeme zur Folge haben. Nach Schätzungen sind etwa zwei Millionen Deutsche betroffen.
Ödeme machen sich durch meist schmerzhafte Schwellungen bemerkbar. Der Grund: Das Herz schafft es nicht mehr, das Blut in ausreichendem Maße weiter zu pumpen. Es bildet sich ein Rückstau, der zu einer Blutansammlung, beispielsweise im Fuß, führen kann. Durch den Druck, der dabei entsteht, wird vermehrt Flüssigkeit in das Gewebe gepresst. Zugleich funktioniert der Abtransport nicht mehr richtig.
3. Nächtlicher Harndrang oft ein Warnzeichen
Doch nicht nur Ödeme sind Warnzeichen. Wenn nachts ständig die Blase drückt, sollte man ebenfalls an sein Herz denken. Auch hier kann eine Herzschwäche zugrunde liegen. Denn wenn das Herz zu schwach ist, um für eine ausreichende Blutzirkulation zu sorgen, dringt Wasser aus den prall gefüllten Venen ins Gewebe ein. Während des Schlafs fließt diese angesammelte Flüssigkeit zurück und sammelt sich in der Blase. Man muss auf die Toilette.
4. Schnarchen und nachts aufschrecken
Ein weiteres Warnzeichen ist nachts zu beobachten. Wenn Sie immer wieder aus dem Schlaf hochschrecken oder nach Luft schnappen, kann eine Schlafapnoe dahinterstecken. Dabei setzt der Atem für einige Sekunden aus. Eine Folge des ständigen Aufschreckens ist eine starke Tagesmüdigkeit. Hinter der nächtlichen Atemnot kann eine Herz-Kreislauf-Erkrankung stecken.
