„Absichtliche Angriffe auf Zivilisten, ethnisch motivierte Massentötungen, konfliktbedingte sexuelle Gewalt, Hunger als Mittel der Kriegsführung und die Behinderung des Zugangs für humanitäre Hilfe sind abscheuliche Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht“, heißt es in der Erklärung. Solche Taten stellten, sofern sie begründet seien, nach internationalem Recht Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar, heißt es weiter.
Aufruf zum sofortigen Waffenstillstand an alle Konfliktparteien
Die Unterzeichner der Erklärung fordern ein sofortiges Ende der Gewalt und Straflosigkeit. „Schutz und Gerechtigkeit für das sudanesische Volk sind nicht nur eine rechtliche Verpflichtung, sondern auch ein dringendes moralisches Gebot“, heißt es in der Erklärung weiter.
Die Unterzeichner äußern ihre besondere Bestürzung über den fehlenden Zugang zu Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung in weiten Teilen des Landes. In der Erklärung wird außerdem gefordert, dass das Welternährungsprogramm, UNICEF und andere humanitäre Hilfsorganisationen ihre lebensrettende Arbeit fortsetzen dürfen.
In der Erklärung werden die Konfliktparteien aufgefordert, einem Waffenstillstand und einer dreimonatigen humanitären Waffenruhe zuzustimmen, wie in der „Quad-Erklärung“ der USA, Ägyptens, Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate vorgeschlagen. Darüber hinaus warnten die Unterzeichner der Erklärung vor Versuchen, den Sudan zu teilen, und bekräftigten ihre Unterstützung für die Souveränität, Einheit und territoriale Integrität des Landes.
