Bei Abistreich in Baden-Württemberg
Schule „schockiert“: Abiturienten richten großen Schaden an
12.08.2025 – 08:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Es sollte ein lustiger Abistreich werden – doch am Ende ist der Schaden so groß, dass die Abiturienten im Internet um Spendengelder bitten müssen.
Ein Abistreich an einem Gymnasium in Rottenburg hat für die Abschlussklasse teure Folgen. In der Nacht zum 10. Juli besprühten die Abiturienten des Eugen-Bolz-Gymnasiums Wände und Fassaden der Schule mit Sprühkreide. Auf der Verpackung stand, sie sei abwaschbar. Doch der Hinweis galt offenbar nur, solange die Farbe noch feucht war. Am nächsten Morgen war der Schreck groß: Die Farbe war getrocknet und ließ sich nicht mehr entfernen.
Um den Schaden zu beseitigen, greifen die Abiturienten seit Montag selbst zu Klebeband, Pinsel und Farbwalze. Unterstützung bekommen sie von einem Malermeister und einem Mitarbeiter. Die Kosten in Höhe von 9.000 Euro müssen die Schüler selbst tragen.
Schülersprecherin Lina Heege rief auf der Plattform GoFundMe zu Spenden auf: „Unser Abistreich ist leider ordentlich in die Hose gegangen.“ Bis Montagnachmittag kamen 4.780 Euro zusammen.
Schulleiter Andreas Greis geht davon aus, dass die Aktion ein Versehen war. Zunächst habe er jedoch gedacht: „Das darf doch nicht wahr sein.“ Er sei „verständlicherweise zuerst schockiert“ gewesen. Im Nachhinein habe man sich aber gut geeinigt, auch mit der Stadt als Trägerin der Schule.
Greis hofft, dass künftige Jahrgänge nicht denselben Fehler machen. Die Schüler selbst ziehen einen unerwartet positiven Schluss: „Ich glaube, dass unser Zusammenhalt stärker geworden ist“, sagte Heege. „Wir haben es verbockt, wir machen das jetzt wieder richtig.“
