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Politik

Abgesetzte Spitzenkandidatin: Grünen-Politikerin Oehlrich unter Druck

wochentlich.deBy wochentlich.de15 August 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Abgesetzte Spitzenkandidatin

Grünen-Fraktionschefin wegen verbaler Belästigung unter Druck

Aktualisiert am 15.08.2026 – 13:38 UhrLesedauer: 2 Min.

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Constanze Oehlrich (Archivfoto): Die Fraktionschefin der Grünen im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern soll einem jüngeren Mitarbeiter Avancen gemacht haben. (Quelle: Norbert Fellechner/imago)

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Gegen die Grünen-Fraktionschefin in Mecklenburg-Vorpommern gab es schon länger Vorwürfe. Jetzt kommen neue Details gegen Constanze Oehlrich ans Licht.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Constanze Oehlrich, soll jahrelang einen Mitarbeiter verbal sexuell belästigt haben. Das geht aus einer Recherche der „Welt“ hervor. Demnach soll Oehlrich einem zwölf Jahre jüngeren Mitarbeiter schon 2022 ihre Liebe gestanden und danach jahrelang verbal Avancen gemacht haben. Der Mitarbeiter soll die Gefühle allerdings nicht erwidert haben.

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Der Mann soll der Zeitung die Ergebnisse der Recherche bestätigt und dazu eine eidesstattliche Versicherung abgegeben haben. Infolge der Vorgänge soll dem betroffenen Mitarbeiter später gekündigt worden sein. Zudem wurde auch der stellvertretende Fraktionschef, Hannes Damm, aus der Gruppe ausgeschlossen. Damm soll sich zuvor für den Mitarbeiter eingesetzt haben. Der Grünen-Politiker geht gegen diesen Ausschluss gerichtlich vor.

Spitzenkandidatin der Grünen ausgetauscht

Über mögliche Missbrauchsvorwürfe gegen Oehlrich hatte bereits die „Tageszeitung“ (taz) im vergangenen November berichtet. Die 51-Jährige sollte ursprünglich als Spitzenkandidatin die Grünen bei der Landtagswahl im kommenden Monat anführen. Mittlerweile ist sie allerdings nicht mehr auf der Landesliste zu finden. Den Posten der Fraktionsvorsitzenden hat Oehlrich dagegen weiter inne.

Weiteres Aufsehen erregte dem Bericht zufolge zuletzt ein Schreiben einer Antidiskriminierungsstelle und eines betrieblichen Beratungssystems, das die Vorgänge in der Partei kritisiert. Der Landesvorstand teilte der Zeitung dazu mit, man stehe mit den Verfassern in Austausch und schätze deren Arbeit.

Die Grünen-Fraktion wies die Darstellungen des Fraktionsmitarbeiters zurück. Eine Sprecherin sagte t-online, sie habe bereits vor Veröffentlichung des Artikels den Vorgang durch eine Anwaltskanzlei geprüft. Die Untersuchung ergab, dass die Vorwürfe des Mitarbeiters „unbegründet“ seien. Die Fraktion bleibe weiterhin bei dieser Bewertung.

Oehlrich teilte „Welt“ mit, dass die dargestellten Vorwürfe so nicht zutreffen würden. Es habe keine sexuellen Annäherungen und auch keine sexuell motivierten Äußerungen gegenüber dem Mitarbeiter gegeben.

Transparenzhinweis: In einer früheren Version des Artikels war von „sexueller Belästigung“ die Rede. Die Grünen-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern weist darauf hin, dass sich die erhobenen Vorwürfe um „verbale sexuelle Belästigung“ drehen. Das sei insofern relevant, als es sich bei Ersterem um einen Straftatbestand handele.

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