Schwitzen im Klassenzimmer

Ab wann gibt es eigentlich hitzefrei?


Aktualisiert am 18.06.2023Lesedauer: 4 Min.

Hitzefrei: Ab wie viel Grad der Unterricht ausfällt, ist nicht vorgeschrieben. (Quelle: Panthermedia/imago-images-bilder)

Bei sommerlichen Temperaturen die Schulbank zu drücken, dürfte den wenigsten Schülern Spaß machen. Doch wann ist es eigentlich zu heiß, um den Unterricht fortzusetzen? Und wer entscheidet das?

Das Beste am Sommer ist für viele Kinder und Jugendliche wohl, wenn es in der Schule hitzefrei gibt – abgesehen von den Sommerferien. Doch ab welchen Temperaturen werden Schülerinnen und Schüler eigentlich früher nach Hause geschickt? Und wer entscheidet das?

Aktuell gibt es in keinem Bundesland eine gesetzliche Regelung dazu, höchstens Empfehlungen. Wie Ihr Bundesland mit dem früheren Unterrichtsende bei Hitze umgeht, stellen wir Ihnen im Überblick vor.

Baden-Württemberg

Das Kultusministerium in Baden-Württemberg empfiehlt ein früheres Unterrichtsende, wenn die Außentemperatur im Schatten um elf Uhr vormittags bereits mindestens 25 Grad beträgt. Die Entscheidung liegt jedoch letztendlich bei der Schulleitung. Hitzefrei soll es frühestens nach der vierten Stunde geben.

Bayern

Das Bildungsministerium des Freistaats Bayern gibt keine Empfehlung ab. Den Schulen ist jedoch erlaubt, ausnahmsweise den Unterricht vorzeitig zu beenden. Die Entscheidung liegt allein bei der Schulleitung.

Berlin

In der Hauptstadt gibt es kein klassisches hitzefrei, der Unterricht soll aber angepasst an die Witterung stattfinden. Bei großer Hitze sollen die Schulen nach Möglichkeit die Unterrichtsstunden verkürzen, sodass der Schultag zwar früher endet, aber dennoch alle Fächer unterrichtet werden. Nur wenn das nicht möglich ist, darf bis zur zehnten Klasse der Unterricht ausfallen. Normalerweise liegt die Entscheidung bei der Schulleitung, die Senatsverwaltung kann aber auch für ganz Berlin einen entsprechenden Beschluss fassen.

Brandenburg

In Brandenburg ist hitzefrei bis zur einschließlich zehnten Klasse möglich. Die Schulleiter entscheiden dies eigenverantwortlich. Es gibt jedoch die Empfehlung des Bildungsministeriums, bei einer Außentemperatur von 25 Grad oder mehr um zehn Uhr oder einer Raumtemperatur von 25 Grad oder mehr um elf Uhr den Unterricht spätestens um zwölf Uhr zu beenden. Bei längeren Hitzewellen sollen die Schulen ihren Unterricht so umorganisieren, dass Fächer, die hauptsächlich in Randstunden unterrichtet werden, nicht zu oft ausfallen.

Bremen

Das Bildungsressort des Senats in Bremen stellt Schulen eine Orientierungshilfe für heiße Tage zur Verfügung. Für die Klassen eins bis zehn kann der Unterricht demnach früher beendet werden, wenn im Gebäude über 25 Grad gemessen werden. Die Entscheidung trifft die Schulleitung.

Unterricht draußen: Unterricht im Freien kann das Lernen bei sommerlicher Hitze angenehmer machen, ohne dass Stunden ausfallen müssen. (Quelle: Roland Hartig/imago-images-bilder)

Hamburg

In Hamburg ist es nicht allein die Schulleitung, sondern die Schulkonferenz, die Sonderregeln an heißen Tagen beschließen muss. Möglich wird dies ab einer Außentemperatur von über 27 Grad im Schatten. Hitzefrei gibt es jedoch frühestens ab 11.30 Uhr und nur für die Klassen eins bis neun.

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