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Sport

Muss vor Weihnachten der nächste Bundesliga-Trainer gehen?

wochentlich.deBy wochentlich.de16 Dezember 2023Keine Kommentare3 Mins Read
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Muss vor Weihnachten der nächste Bundesliga-Trainer gehen?
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Drei Bundesligisten haben in dieser Saison bereits ihren Trainer gewechselt. Bei einem vierten steht der Trainer unter großem Druck.

Eigentlich ist die Konferenz am Samstag ab 15.30 Uhr das große Highlight des Bundesliga-Wochenendes. Doch zum zweiten Mal in Serie liegt der Fokus auf dem Sonntag. Am vergangenen Spieltag kam es in Stuttgart zum Topspiel zwischen dem VfB auf Rang drei und Spitzenreiter Leverkusen. An diesem Sonntag muss eben jener VfB nach München zum FC Bayern, dem Zweiten der Bundesliga-Tabelle (ab 19.30 Uhr im Liveticker bei t-online).

Dabei steht auch tags zuvor ein wichtiges Spiel an. Zumindest für Niko Kovač, den Trainer des VfL Wolfsburg. Denn der Kroate hat mit seinem Team nur vier Punkte aus den vergangenen acht Ligaspielen geholt. Im DFB-Pokal schieden die „Wölfe“ zudem in Mönchengladbach aus. Kovač ist angezählt, denn die ambitionierten Niedersachsen stehen momentan auf Rang elf in der Bundesliga. Das Saisonziel Europa rückt immer weiter in die Ferne.

Gegen Schlusslicht Darmstadt 98 muss also am Samstagnachmittag (ab 15.30 Uhr im Liveticker bei t-online) dringend ein Sieg her. Denn am Mittwoch, dem letzten Spieltag vor Weihnachten, kommt der FC Bayern nach Wolfsburg. Die Aussicht auf Punkte ist gegen den Rekordmeister eher gering. Will Kovač bleiben, braucht er dringend Zählbares.

„Das wird nicht bis zum Ende der Saison gehen“

Von Geschäftsführer Marcel Schäfer und Aufsichtsrats-Chef Frank Witter bekam er nach dem enttäuschenden 0:1 gegen den SC Freiburg Rückendeckung, die er nun zurückzahlen will. „Ich habe absolut das Vertrauen in die geäußerten Worte“, sagte er auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

„Aber ich weiß auch: Das wird nicht bis zum Ende der Saison gehen, wenn wir uns punktemäßig nicht besser präsentieren. Das versteht jeder einzelne – und das verstehe ich natürlich auch.“

Der Kroate ließ keine Zweifel an seinem Team zu: „Die Mannschaft ist willig. Das ist eine Mannschaft, die sich tagtäglich im Training aufopfert.“

Nur eine Frage der Zeit?

Das Problem ist nur: In den Spielen sind die starken Trainingsleistungen zuletzt kaum zu erkennen. Gerade offensiv enttäuscht Wolfsburg zurzeit seine Fans. In den vergangenen vier Spielen kreierten sich der VfL laut Bundesliga-Daten Chancen für gerade einmal 4,27 Tore (Expected Goals). Geschossen hat Wolfsburg sogar nur drei.

Beide Werte sind zu gering für die Ansprüche des ehemaligen Deutschen Meisters. Beim Herausspielen der Möglichkeiten ist Kovač aber anderer Meinung: „Es ist im Moment so, dass wir uns die Chancen erspielen, aber die Tore nicht machen. Es ist nur eine Frage der Zeit. Es ist nur die Frage: Wann ist es so weit?“

Ein klares Problem ist vor allem die Abhängigkeit vom Dänen Wind. Der 24-Jährige ist der einzige Spieler im Kader, der mehr als ein Tor in der laufenden Bundesliga-Saison erzielt hat. Nach sechs Spielen hatte er bereits sieben Treffer auf dem Konto. Seitdem sind jedoch nur zwei hinzugekommen. Seine Ladehemmung spürt Wolfsburg in den Ergebnissen.

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Dabei investierte der Klub im Sommer viel Geld in die Offensive. Tiago Tomás kam für acht Millionen Euro aus Lissabon, Václav Černý für die gleiche Summe von Twente Enschede (Niederlande). Für Lovro Majer zahlte Wolfsburg sogar 25 Millionen Euro an Stade Rennes. Alle drei haben bisher jedoch nur ein Tor erzielt.

In Darmstadt muss nun dringend die Wende her, sonst könnte es für Kovač eng werden. Denn ein zweites Jahr in Serie das internationale Geschäft zu verpassen, kommt für die Niedersachsen eigentlich nicht infrage. Also müssen noch vor Weihnachten Punkte her, damit Wolfsburg nicht den Anschluss verliert.

Andernfalls könnte der Kroate nach Enrico Maaßen, Urs Fischer und Bo Svensson der vierte Trainer werden, der in der laufenden Saison seinen Hut nehmen muss.

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