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Politik

Iranische Aktivistin: „Gruseliger Typ vor meiner Tür“ – dann folgt Angriff

wochentlich.deBy wochentlich.de15 Dezember 2023Keine Kommentare2 Mins Read
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Iranische Aktivistin: „Gruseliger Typ vor meiner Tür“ – dann folgt Angriff
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Eine iranische Aktivistin ist in Berlin angegriffen worden. Der Vorfall habe sich an ihrer Wohnung zugetragen, berichtet Mina Khani.

Eine in Deutschland lebende iranische Aktivistin ist nach eigenen Angaben am Donnerstagnachmittag an ihrer Wohnungstür eingeschüchtert und schließlich auch verletzt worden. Auf der Plattform X (ehemals Twitter) berichtete Mina Khani von einem Mann, der an ihrer Haustür stand. Sie habe die Polizei gerufen, aber lange gewartet. „Aber wenn gruselige Menschen so vor meiner Tür in meiner Wohnung stehen, kommt nicht die Polizei. Ich habe genau vor 30 Minuten die Polizei angerufen“, schrieb sie und ergänzte später, dass nach 40 Minuten Beamte eingetroffen seien und den Vorfall protokolliert hätten.

Frau will nach Vorfall zum Arzt gehen

Nach ihren Angaben habe der Mann ihr die Wohnungstür ins Gesicht geschlagen. „Es geht mir mittlerweile einigermaßen besser“, aktualisierte sie ihren Bericht. Sie wolle sich um ärztliche Behandlung kümmern, schrieb sie weiter. In einem Video auf X ist zu sehen, wie ein Mann in einem Treppenhaus steht, mit einem Fuß in der Wohnung. „Geht einfach aus meiner Wohnung raus“, hört man Khani sagen. Der Mann folgt der Aufforderung aber nicht. Dann bricht das Video, das bis Mitternacht am Freitag über 300.000 Aufrufe bekommen hat, ab.

Mina Khani ist eine iranische Autorin und Aktivistin, die seit fast 20 Jahren in Deutschland lebt. Sie klärt über Hinrichtungen in ihrem Heimatland auf, setzt sich für Gefangene ein und ist in der Queer-Community aktiv. Das setzt sie offenbar großen Gefahren aus. „Die LKA und Verfassungsschutz sagen mir selbst, dass meine Sicherheitslage kompliziert ist“, schreibt sie auf Twitter. Im Sommer berichtete sie laut dem Sender n-tv von Morddrohungen, die sie auf ihr Handy bekomme.

„Stigmatistiert und als Schande denunziert“

„Ich bekomme ungefähr seit einem Jahr mit, dass der iranische Staat versucht, mich stummzuschalten. Am Anfang hatten wir noch darüber gelacht, mittlerweile ist es extrem ernst geworden“, erzählte die Aktivistin dem Sender.

Im vergangenen Jahr hatte Khani der Hilfsorganisation Medico in einem Interview von Verfolgungen berichtet. „Man darf nicht vergessen, dass es der Staat Iraner:innen im Ausland immer schwergemacht hat, Einfluss zu nehmen. Sie wurden stigmatisiert und gegeneinander ausgespielt, Flucht und Exil wurden als Schande denunziert“ sagte sie. Es zeige sich aber auch Solidarität der Exil-Iraner mit den Menschen in ihrem Heimatland, auch über ideologische Grenzen hinweg.

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