
Corona, Erkältung, Grippe, RS-Virus: Ist die Maske angesichts zahlreicher möglicher Atemwegsinfektionen wieder sinnvoll? Das sagen Experten.
Die Wahrscheinlichkeit, sich zu infizieren, ist momentan groß: Laut Gesundheitsministerium dürfte allein die Corona-Inzidenz derzeit bei etwa 1.700 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegen. Genaue Zahlen liegen nicht vor, da die Zahl der Tests zu niedrig ist, um aussagekräftig zu sein. Aber auch andere Viren sind aktuell auf dem Vormarsch: Neben Erkältungen und grippalen Infekten ist auch eine Welle mit RS-Viren zu beobachten, heißt es vom Robert-Koch-Institut.
Andererseits tragen einige Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in vollen Innenräumen mittlerweile wieder einen Mund-Nasen-Schutz – entweder, um sich selbst vor Infektionen zu schützen, oder um anderen eine Infektion zu ersparen.
Maske tragen: sinnvoll oder nicht?
Sind Masken wirksam?
Die Wirksamkeit der Maske wurde Anfang 2023 in einer Studie infrage gestellt – doch auch die beteiligten Wissenschaftler räumten ein, dass es sehr viele offene Fragen gebe (lesen Sie hier mehr dazu). Im ZDF erklärte der Arzt und Medizinjournalist Christoph Specht: „Die Maske schützt, das ist überhaupt keine Frage – unter entsprechenden Bedingungen.“
Entscheidend sei, dass sie richtig getragen werde. „Das beginnt schon mit der richtigen Größe“, so Specht. Und vor allem: Die Maske müsse dort getragen werden, „wo die Virusübertragung auch wirklich stattfindet – also gerade im privaten Bereich“. Denn da hätten sich die meisten Menschen angesteckt. „Dann kann die Maske wirklich Infektionen verhindern.“ Doch gerade dort werde der Mund-Nasen-Schutz in der Regel nicht getragen.
Tatsächlich hatten verschiedene andere Studien den Nutzen von Masken belegt. Allerdings bleibt für die Epidemiologen auch ein Manko: Welche Maßnahme wie wirkungsvoll zur Eindämmung des Coronavirus war, lässt sich nur schwer ermitteln, da viele Instrumente gleichzeitig oder sehr zeitnah hintereinander angewandt wurden.












