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Western mit Sinnfrage heute im TV

wochentlich.deBy wochentlich.de5 November 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Bei DMF

Charlton Heston steht in diesem Western zwischen zwei Welten


Aktualisiert am 05.11.2026 – 06:00 UhrLesedauer: 2 Min.

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„Der weiße Sohn der Sioux“: Charlton Heston muss im Western seine Identität finden. (Quelle: imago stock&people/imago)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Tiefgehende Themen behandeln Westernfilme in den seltensten Fällen. Doch George Marshalls „Der weiße Sohn der Sioux“ macht eine Ausnahme und blickt in die Seele seiner Hauptfigur.

In der Hochphase des Western-Genres, die von den späten Dreißigerjahren bis zu den späten Fünfzigerjahren reichte, war die Rollenverteilung eindeutig zugewiesen: Die Cowboys im Sattel spiegelten die gute Seite des Gesetzes wider, während die Ureinwohner und indigenen Stämme für das Wilde und Unberechenbare standen. Regisseur George Marshall widersetzt sich diesem Schubladendenken und bricht mit seinem Western „Der weiße Sohn der Sioux“ die Genrekonventionen auf.

Darum geht es in „Der weiße Sohn der Sioux“

Ein Überfall verändert das Leben des kleinen James schlagartig: Als eine Gruppe von Indianern den Wagentreck ausraubt, in dem James mit seinen Eltern reist, bleibt der Junge als einziger Überlebender zurück. Aus Mitleid nimmt der Stammeshäuptling James bei sich auf und zieht ihn wie seinen eigenen Sohn groß.

Jahre später erinnert nichts mehr an den schrecklichen Vorfall und James (Charlton Heston) ist zu einem Mann herangewachsen. Doch ein neuer Krieg zwischen Weißen und Indigenen zieht auf, was James vor eine schwierige Frage stellt: Wo gehört er wirklich hin? Folgt er seinem Herzen oder seiner Hautfarbe?

Wie sehenswert ist „Der weiße Sohn der Sioux“?

Für den Versuch, dem Western-Genre einen etwas tieferen Sinn zu verleihen, ist Regisseur George Marshall Lob zustehend. Dennoch bleibt die Sinnfrage der Zugehörigkeit nur oberflächlich. Das Filmmagazin „Cinema“ schreibt in seiner Kritik dazu: „Charlton Heston liefert in der Titelrolle ein ernst zu nehmendes Indigenen-Porträt, doch der Western von Regie-Veteran George Marshall wirkt über weite Strecken wie ein illustriertes Thesenpapier.“

Von der internationalen Filmdatenbank „IMDb“ gibt es dafür eine Wertung von 6,0 von zehn möglichen Sternen. Solide 71 Prozent weist das Bewertungsportal „Rotten Tomatoes“ hinsichtlich der Publikumswertung auf.

„Der weiße Sohn der Sioux“ läuft heute, am Donnerstag, 5. November 2026, um 20.15 Uhr bei DMF. Alternativ ist der Film kostenfrei bei Pluto TV zu streamen.

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Basierend auf Romanvorlage

Die Produktion des Westerns „Der weiße Sohn der Sioux“ fand im Jahr 1952 statt. Im deutschen Kino feierte der Film am 26. Februar 1953 seine Premiere. Bereits 1942 erschien jedoch die Buchvorlage „The Renegade“ von Autor L. L. Foreman, auf der die Verfilmung basiert.

Allerdings blieb die große Aufmerksamkeit bei der Erstveröffentlichung des Romans aus. Erst als das Buch 1949 als Taschenbuchausgabe bei einem weiteren Verlag verlegt wurde, erwies sich „The Renegade“ als erfolgreicher Titel. Die Relevanz des tiefergehenden Themenkerns erreichte die breite Masse mit dem Start des Kinofilms deutlich später.


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