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SPD-Minister Schneider attackiert Audi-Chef scharf

wochentlich.deBy wochentlich.de29 Oktober 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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„Wette auf ein totes Pferd“

Nach Trump-Auftritt: Minister attackiert Audi-Chef


Aktualisiert am 28.10.2026 – 18:00 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Termin mit Folgen: Nach dem Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner mit US-Präsident Trump reißt die Kritik nicht ab. (Quelle: Mike Stewart/AP/dpa/dpa-bilder)

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Audi-Chef Döllner hat auf einer Trump-Wahlkampfveranstaltung ein neues US-Werk angekündigt. Nun meldet sich ein Bundesminister mit grundsätzlicher Kritik zu Wort.

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat die Pläne von Audi, ein neues Werk in den USA zu errichten, scharf kritisiert. Laut dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ bezweifelt der Minister die Zukunftsfähigkeit des Vorhabens, da dort Autos mit Verbrennungsmotor gebaut werden sollen.

Kritik an „unappetitlichen Umständen“

„Während sich weite Teile der Welt aufmachen hin zur technisch überlegenen Elektromobilität, wettet Audi auf fossile Energien und damit auf ein totes Pferd“, sagte Schneider dem Blatt. „Mal ganz abgesehen von den mehr als unappetitlichen Umständen dieser Verkündung, muss man auch Zweifel an der Zukunftsfähigkeit dieser Entscheidung haben.“

Audi-Chef Gernot Döllner war gemeinsam mit Donald Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung aufgetreten und hatte dort den Bau eines Werks im US-Bundesstaat Georgia mit rund 4.500 Arbeitsplätzen angekündigt. Ob die Pläne tatsächlich umgesetzt werden, ist noch offen. Die Entscheidung liegt beim Volkswagen-Aufsichtsrat, dem auch Arbeitnehmervertreter angehören. Von dort kam bislang kein Veto gegen das geplante Werk.

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD): "Zweifel an der Zukunftsfähigkeit dieser Entscheidung".Vergrößern des Bildes
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD): „Zweifel an der Zukunftsfähigkeit dieser Entscheidung“. (Quelle: IMAGO/Chris Emil Janssen)

Rücktritt von Döllner gefordert

Döllner steht wegen seines Auftritts von verschiedenen Seiten in der Kritik, sein Rücktritt wurde bereits gefordert. Audi hat eigentlich interne Richtlinien, die öffentlichkeitswirksame Auftritte mit Politikern in den drei Monaten vor einer Wahl untersagen. In den USA finden am 3. November die Zwischenwahlen statt.

Auch in der Bevölkerung stößt der Auftritt überwiegend auf Ablehnung. In einer YouGov-Umfrage gaben 39 Prozent der Befragten an, den Auftritt „überhaupt nicht angemessen” zu finden; weitere 18 Prozent fanden ihn „eher nicht angemessen”. Dem stehen sieben Prozent gegenüber, die ihn „voll und ganz angemessen” fanden, sowie elf Prozent, die ihn als „eher angemessen” bewerteten.

Bislang kein Audi-Werk in den USA

Audi steht seit Jahren unter wirtschaftlichem Druck: Der Absatz und der Ertrag sinken, Stellen wurden bereits abgebaut und weiterer Jobabbau steht bevor. Anders als BMW und Mercedes unterhält Audi kein eigenes Werk in den USA. Deshalb treffen Trumps Zölle das Unternehmen besonders hart. Im dritten Quartal gingen die Verkaufszahlen nicht nur in China, sondern auch in den USA zurück. Wie sich das auf Gewinn und Umsatz ausgewirkt hat, will Audi am 29. Oktober bekannt geben.

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