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Politik

SPD-Politiker Wiese fordert Koçaks Rauswurf

wochentlich.deBy wochentlich.de10 Oktober 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Eklat um Clan-Kontakte

SPD-Fraktionsspitze fordert Koçaks Rauswurf


Aktualisiert am 09.10.2026 – 16:35 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ferat Koçak im Bundestag (Archivbild): Der Linken-Politiker steht wegen Kontakten zum Berliner Remmo-Clan in der Kritik. (Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa-bilder)

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Die Fraktionsspitze der Linken steht zu ihrem Parlamentarier Ferat Koçak, der wegen Kontakten ins Clan-Milieu zunehmend in Bedrängnis gerät. Der SPD-Fraktionsmanager im Bundestag, Dirk Wiese, fordert die Linke auf, die Reißleine zu ziehen.

Der Druck auf die Linkspartei im Fall Koçak steigt. Nun hat der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, die Linkspartei aufgefordert, den Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak aus der Fraktion zu werfen.

„Nach allem, was vorliegt, sollte die Linke im Fall Koçak klare Konsequenzen ziehen. Ein anderer Ausschuss für ihn wäre nur eine Beruhigungspille, löst aber das Problem der Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit nicht“, sagte Wiese am Freitag zu t-online.

imago images 0477947510Vergrößern des Bildes
Klare Kante: SPD-Fraktionsmanager Dirk Wiese erhöht den Druck auf die Linkspartei. (Quelle: IMAGO/M. Popow/imago)

Zuvor hatte der Linken-Fraktionschef Sören Pellmann erklärt, er sehe derzeit „keinen Bedarf für weitere Konsequenzen“. Pellmann betonte, Koçak habe „im Gegensatz zu anderen Politikern in ähnlichen Situationen“ umfassende Transparenz hergestellt. Er habe insbesondere seine Chatverläufe offengelegt und sei auch bereit, dies weiterhin zu tun, sollten sich weitere Fragen ergeben. Koçak setze daher seine Arbeit als Sprecher für Antirassismus und Antifaschismus fort und werde „in einen anderen, noch zu beratenden Ausschuss gehen“.

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak war wegen Kontakten ins kriminelle Clan-Milieu und zu einem Terrorunterstützer massiv in die Kritik geraten. Er räumte eigenes Fehlverhalten ein und gab seine Mitgliedschaft im Innenausschuss des Bundestages auf. Die Linksfraktion solle ihre Arbeit in dem Gremium „unbelastet von der Debatte um meine Person“ fortsetzen können, erklärte Koçak vor wenigen Wochen. An seinem Bundestagsmandat hielt er fest.

Am Freitag sagte Issa Remmo, das Oberhaupt des berüchtigten Remmo-Clans, der Zeitung „Die Welt“ über Koçak: „Natürlich kennt er mich. Er ist ein seriöser Mensch und sehr höflich.“

BSW-Politiker sieht Mafia-Methoden

Der frühere Linken-Politiker und jetzige Co-Chef des BSW, Fabio De Masi, sprach in der „Süddeutschen Zeitung“ von einer „Mafia-Signatur“ mit Blick auf die öffentlichen Äußerungen der Mitglieder des Remmo-Clans. „Man bringt in Verlegenheit und fordert Dankbarkeit ein“, so De Masi.

Ferat Koçak (Linke) mit Ibrahim Ibrahim (r.) bei der Wahlparty in Neukölln: Ibrahim unterstützt unter anderem die Terrororganisation "Volksfront zur Befreiung Palästinas" (PFLP).Vergrößern des Bildes
Ferat Koçak (M.) mit Ibrahim Ibrahim (r.) bei der Wahlparty der Linken in Neukölln: Ibrahim ist Vertreter der Terrororganisation „Vereinigtes Palästinensisches Nationalkomitee“ (VPNK). (Quelle: Screenshot x.com/@alx_froehlich)

Linke, Grüne und SPD in Berlin hatten am Donnerstag Sondierungsgespräche über ein mögliches Regierungsbündnis in der Hauptstadt begonnen. Grundlage dafür war eine Vereinbarung, die strenge Sanktionen bei Antisemitismus und Clankontakten vorsieht. Der Berliner SPD-Chef Steffen Krach hatte in dem Zusammenhang auch angedeutet, Koçak könne nicht weiter Mitglied der linken Bundestagsfraktion bleiben. Krach legte damit zumindest nahe, dass ein Rauswurf Koçaks eine Voraussetzung für eine rot-grün-rote Koalition sei.

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