Kurioser Anblick beim Trachtenumzug
Das steckt hinter dem Auftritt der Truppe in rot-weißer Gardeuniform
20.09.2026 – 11:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Zum Trachten- und Schützenumzug werden die Teilnehmer in Tracht erwartet. Doch in diesem Jahr gibt es eine Ausnahme: Es sind nämlich auch Kölner dabei.
Mit rot-weißen Gardeuniformen aus Köln im bayerischen Trachtenmeer: Beim Trachten- und Schützenzug zum Oktoberfest-Auftakt marschieren am Sonntag erstmals die Roten Funken aus Köln mit. Die Karnevalisten waren von den Veranstaltern eingeladen worden – und 136 reisten an. 80 Funken nehmen am Sonntag an der feierlichen Parade in München teil, der Rest schaut sich das Spektakel von einer der Tribünen aus an.
Funken-Vizepräsident Boris Müller sagte der Münchner Lokalredaktion von t-online am Sonntag an ihrem Aufstellplatz auf der Maximilianbrücke: „Mit unserer Uniform fallen wir hier auf, die Leute sind begeistert. Negative Kommentare gibt es gar nicht, wir wurden sehr herzlich empfangen.“
Für Karnevalisten geht es nach dem Trachtenzug aufs Oktoberfest
Die Kölner Karnevalisten haben den Ausflug zum Oktoberfest auch bereits für ein wenig Sightseeing genutzt: Am Freitag besuchten sie die Zugspitze, am Samstag ging es dann zum gemeinsamen Feiern mit den Münchner Karnevalisten in den Augustinerkeller. Müller über die Münchner Karnevalisten: „Die haben uns echt überrascht. Wir dachten, da kommt eine kleine Abordnung. Aber dann waren 50 Leute aus München da.“

Nach dem Umzug durch München geht es für die Jecken aus Köln dann traditionell im Schottenhamel weiter, bevor es am Montag, nach einem kurzen Abstecher in die Staatskanzlei, ins Rheinland zurückgeht. Müller sieht die Tour als Kulturauftrag: „Wenn es zwei Feste in Deutschland gibt, die weltweit deutsches Brauchtum repräsentieren, dann sind das der Kölner Karneval und das Münchner Oktoberfest.“
In Köln wird über den Einsatz von Pferden bei Umzügen diskutiert
Beim Trachtenzug fallen am Sonntag auch die vielen Pferde auf, alle Gefährte werden von ihnen gezogen. Im Kölner Rosenmontagszug übernehmen dagegen immer mehr Traktoren den Anzug der Festwagen, der Einsatz der Pferde gilt in der Domstadt als umstritten. Tierschützer argumentieren, dieser sei in der Menschenmenge für die Tiere zu stressig und gesundheitsgefährdend.