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Gesundheit

Scharfes Essen und Speiseröhrenkrebs: Gibt es einen Zusammenhang?

wochentlich.deBy wochentlich.de9 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Risikofaktoren kennen

Begünstigt scharfes Essen Speiseröhrenkrebs?


Aktualisiert am 09.09.2026 – 07:08 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Inwieweit scharfe Speisen Speiseröhrenkrebs auslösen, haben Fachleute untersucht. (Quelle: miniseries)

Scharfes Essen kann bei manchen Menschen Sodbrennen fördern. Aber erhöht es auch das Risiko für Speiseröhrenkrebs? Was Studien sagen.

Ob Chili, Pfeffer oder Paprika: Scharfe Gewürze sind aus vielen Küchen nicht wegzudenken. Empfindlichen Personen können sie allerdings auf den Magen schlagen. Wer ohnehin zu Sodbrennen oder Magenproblemen neigt, sollte daher vorsichtig sein.

Möglicherweise kann scharfes Essen sogar richtig krank machen und Speiseröhrenkrebs begünstigen. Allerdings gibt es zahlreiche andere Faktoren, die das Risiko für diese Krebserkrankung nachweislich erhöhen – und vermutlich eine größere Rolle bei ihrer Entstehung spielen als scharfes Essen.

Metaanalyse weist auf mögliches Risiko hin

Mit der Frage, ob scharfes Essen Speiseröhrenkrebs begünstigt, haben sich bereits mehrere Forschungsarbeiten beschäftigt.

Eine Gruppe mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Regionen führte eine sogenannte Metaanalyse durch: Dabei werteten sie systematisch 25 Studien zum Thema aus.

Die Ergebnisse weisen größtenteils darauf hin, dass ein hoher Verzehr von scharf gewürzten Speisen das Risiko für Speiseröhrenkrebs erhöhen könnte – wie sehr, ist jedoch unklar. Allerdings gab es auch Studien, die einen schützenden Effekt zeigten.

Um mit Sicherheit sagen zu können, ob und in welchem Ausmaß Speiseröhrenkrebs tatsächlich mit scharfem Essen zusammenhängt, sind daher weitere wissenschaftlich hochwertige Untersuchungen nötig.

Gut zu wissen

Fachleute gehen davon aus, dass eine ungünstige Ernährung allein keinen Speiseröhrenkrebs auslöst, sondern höchstens indirekt an seiner Entstehung beteiligt ist. So kann etwa ein hoher Fettkonsum in Verbindung mit Übergewicht dazu führen, dass immer wieder Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt – was wiederum das Risiko für Speiseröhrenkrebs erhöht.

Bekannte Risikofaktoren für Speiseröhrenkrebs

Während nicht eindeutig klar ist, inwieweit Speiseröhrenkrebs mit scharfem Essen in Verbindung steht, ist von zahlreichen anderen Faktoren bereits bekannt, dass sie sich unmittelbar auf das Risiko auswirken.

Fachleute unterscheiden insbesondere zwei Formen von Speiseröhrenkrebs:

  • das Adenokarzinom, das aus Drüsenzellen besteht, und
  • das Plattenepithelkarzinom, das aus Zellen der Speiseröhrenschleimhaut hervorgeht.

Ein Adenokarzinom entwickelt sich insbesondere bei Menschen, die schon lange Zeit an der Refluxerkrankung leiden: Dabei fließt immer wieder aggressiver Magensaft in die Speiseröhre und führt dort zu Schäden. Im Laufe der Zeit kann sich durch den Reflux die Schleimhaut in der Speiseröhre verändern. Dann bilden sich zunächst Krebsvorstufen, die Fachleute als Barrett-Ösophagus bezeichnen. Ein kleiner Teil der Betroffenen entwickelt im weiteren Verlauf tatsächlich Speiseröhrenkrebs. Wichtig ist jedoch, auf mögliche Anzeichen zu achten und die Speiseröhre regelmäßig untersuchen zu lassen. (Mehr zum Barrett-Ösophagus lesen Sie hier.) Darüber hinaus begünstigen Rauchen und starkes Übergewicht (Adipositas) ein Adenokarzinom.

Zu den Hauptrisikofaktoren für ein Plattenepithelkarzinom zählen Alkoholkonsum und Rauchen. Menschen, die sowohl rauchen als auch trinken, sind besonders gefährdet. Ein erhöhtes Risiko hat außerdem, wer bereits ein Plattenepithelkarzinom beziehungsweise einen Krebs im Bereich von Kopf oder Hals hatte und/oder eine vorangegangene Strahlentherapie in der Hals- oder Brustregion erhalten hat.

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