Zum Start der neuen Bundesliga-Saison
Schiedsrichter-Chef kündigt VAR-Änderungen an
28.08.2026 – 14:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Knut Kircher kündigt kurz vor dem Bundesliga-Start eine veränderte VAR-Nutzung an. Welche neue Eingriffsschwelle künftig gilt – und was das für strittige Szenen bedeutet.
Kurz vor dem Start der neuen Bundesliga-Saison hat Schiedsrichter-Chef Knut Kircher angekündigt, den Videobeweis künftig seltener einzusetzen. Der VAR soll nur noch eingreifen, wenn eine Fehlentscheidung direkt erkennbar ist.
Im Interview mit der Mediengruppe Münchner Merkur/tz nannte der 57-Jährige die neue Eingriffsschwelle: Die Fehlentscheidung müsse „schon in den ersten Kamerabildern sofort erkennbar sein, damit ein On-Field-Review empfohlen wird“. Seine Formel: „Aus ‚klar und offensichtlich falsch‘ wird nun ‚unmittelbar klar und offensichtlich falsch‘.“
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Dahinter steckt ein grundsätzlicher Kurswechsel. Kircher führte aus: „Es geht wieder ein Stück in Richtung ‚Fußball von gestern‘, was Entscheidungs- und Spielmanagementkompetenz betrifft. Ziel ist, die Persönlichkeit des Schiedsrichters als Spielleiter auf dem Feld zu stärken.“
Kapitänsregelung soll weiter gelten
Es werde „Situationen geben, in denen man sagen kann: Das hätte man vielleicht auch anders entscheiden können. Aber genau solche Ermessensspielräume gehören zum Fußball“. Er führt aus, man wolle „möglichst einheitliche Entscheidungen“.
Was sich nicht ändert: Kircher stellte klar, dass die Schiedsrichter weiterhin konsequent gegen Unsportlichkeiten vorgehen. „Die Kapitänsregelung gilt weiter, wir ahnden Unsportlichkeiten konsequent, dazu gehören auch Spielverzögerungen durch Ballwegtragen, -wegtreten oder -wegwerfen“, sagte er.
Damit liegt ein ähnlicher Fokus wie bei der WM 2026: „Schnelle Spielfortsetzungen liegen uns wegen der Attraktivität des Fußballs am Herzen – ebenso wie die konsequente Umsetzung der neuen Regeln, etwa bei den Zeitlimits und Countdowns.“