Italien
Fußgänger mit Smartphone müssen mit Bußgeld rechnen
25.08.2026 – 14:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Autofahrer dürfen beim Fahren unter keinen Umständen auf ihr Handy schauen. Auch Fußgänger werden in Italien wohl bald stärker in die Pflicht genommen.
Wer in Italien beim Überqueren der Straße den Blick auf sein Handy richtet, dem droht künftig ein Bußgeld. Mindestens 75 Euro Strafe sollen fällig werden, wenn Fußgänger mit Smartphone von Polizei oder Ordnungsbeamten ertappt werden. Die Regelung ist Teil der geplanten Reform des italienischen Straßenverkehrskodex, berichten mehrere Nachrichtenportale. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob Handynutzer einen Zebrastreifen nutzen oder die Fahrbahn an einer anderen Stelle überqueren.
Das Ziel ist klar: Auch Fußgänger sollen stärker darauf achten, was um sie herum geschieht – zur Sicherheit aller. Das geplante Verbot soll jedoch nicht für normale Gehwege gelten. Hier dürfen Fußgänger ihr Smartphone weiterhin nutzen, heißt es in den Berichten. Auch Kopfhörer und Freisprecheinrichtungen bleiben erlaubt, solange sie die Sicherheit nicht beeinträchtigen. Voraussetzung sei, dass Nutzer ihre Umgebung weiterhin ausreichend hören können.
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Die neuen Vorgaben sind noch nicht beschlossen. Der Entwurf werde derzeit geprüft. Branchenverbände können bis zum 13. September dazu Stellung nehmen, heißt es. Mit einer endgültigen Fassung werde Mitte Oktober gerechnet.
Die Italiener wären nicht die Ersten, die Handynutzer zur Verantwortung ziehen. Seit 2018 enthält die litauische Straßenverkehrsordnung (KET) eine entsprechende Vorschrift. Hier heißt es sinngemäß: Fußgänger müssen, bevor sie die Fahrbahn betreten und während sie sich darauf befinden, alle Handlungen vermeiden, die sie von der Beobachtung ihrer Umgebung und des Verkehrs ablenken und sie daran hindern, sich zu vergewissern, dass sie sicher weitergehen können. Die Nutzung von Mobiltelefonen wird ausdrücklich als Beispiel genannt.
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Auch in Honolulu im US-Bundesstaat Hawaii dürfen Fußgänger bereits seit 2017 beim Überqueren einer Straße oder eines Highways nicht auf den Bildschirm eines Smartphones oder eines anderen mobilen elektronischen Geräts schauen. Beim ersten Verstoß drohen 15 bis 35 US-Dollar, beim zweiten innerhalb eines Jahres 35 bis 75 Dollar und bei weiteren Verstößen bis zu 99 Dollar. Ausnahmen gelten unter anderem für Notrufe.