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Unterhaltung

MDR in Sachsen-Anhalt reagiert auf AfD-Pläne

wochentlich.deBy wochentlich.de25 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Reaktion auf AfD-Kündigungspläne

MDR unterbricht Programm für Warnung


Aktualisiert am 25.08.2026 – 11:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

MDR: Der Sender hat eine besondere Aktion gestartet. (Quelle: Jan Woitas/dpa)

Die AfD will die Rundfunkstaatsverträge kündigen. Was das für den MDR Sachsen-Anhalt bedeutet, zeigte der Sender mit einer Protestaktion.

Am 6. September finden in Sachsen-Anhalt die Landtagswahlen statt. Die AfD kündigte an, im Falle einer Regierungsübernahme die Rundfunkstaatsverträge zu kündigen. Am Montag machte der MDR Sachsen-Anhalt deswegen an mehreren Stellen darauf aufmerksam, wie sich diese Entscheidungen auswirken würden.

In der Sendung „MDR Sachsen-Anhalt Heute“ begann das Bild plötzlich zu flackern und wurde dann schwarz-weiß. Plötzlich verschwanden Moderator Marco Pahl und sein Studio gänzlich, ein schwarzer Bildschirm erschien. „Wie Sie sehen, sehen Sie nichts“, sagte eine Stimme. Und weiter: „Keinen MDR mehr in Sachsen-Anhalt? Und damit auch kein ‚MDR Sachsen-Anhalt Heute‘? Das könnte passieren.“ Außerdem verwies der Sender auf eine Informationsseite, die die Hintergründe genauer erklärt.

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Im Anschluss war der MDR-Intendant Ralf Ludwig zugeschaltet. Im Interview erklärte Ludwig: „Aus vielen Publikumsreaktionen wissen wir, dass vielen Menschen in Sachsen-Anhalt die Auswirkungen einer Kündigung des MDR Staatsvertrages, wie es ja die AfD in ihrem Wahlprogramm verspricht, nicht bewusst sind.“ Man habe sich deshalb entschieden, „an ausgewählten Stellen des Programms informierend darauf hinzuweisen und dies publizistisch einzuordnen“.

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Dazu gehöre auch, zu zeigen, was alles fehlen würde, wenn es den MDR in Sachsen-Anhalt im Fernsehen, im Radio oder auf Social Media nicht mehr geben würde. Im MDR gab es daraufhin an verschiedenen Stellen „kurze Sendepausen oder geschwärzte Bilder auf der Website“. Am Ende der Rundfunknachrichten von MDR Sachsen-Anhalt übergab etwa ein Nachrichtensprecher am Morgen an eine Kollegin – zunächst war jedoch rund fünf Sekunden lang nichts zu hören. Dann erklang der Satz: „Wie Sie hören, hören Sie nichts.“

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„Dann werden wir juristisch dagegen vorgehen“

Eine Kündigung sei laut Ludwig tatsächlich möglich, müsse sich aber an eine zweijährige Kündigungsfrist halten. Es kann also sein, dass es ab 2029 keinen MDR mehr gibt. Er kündigte in einem Interview mit der „Mitteldeutschen Zeitung“ allerdings auch an: „Wenn die Kündigung kommen sollte, werden wir juristisch dagegen vorgehen.“

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