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Alle Infos zu Akku, Display, Kamera und Preis

wochentlich.deBy wochentlich.de22 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Update-Garantie bis 2033

Fairphone 6+ im Test: Dieses Handy können Sie selbst reparieren

22.08.2026 – 10:27 UhrLesedauer: 4 Min.

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Fairphone 6: Für das modulare Smartphone gibt es Software-Updates bis zum Jahr 2033. (Quelle: Fairphone/dpa-tmn/dpa-bilder)

Reparieren statt Wegwerfen: Das Fairphone 6+ setzt weiter auf Module zum Selbsttausch und eine lange Update-Garantie. Im Test zeigt sich, wie stark das Konzept im Alltag trägt.

In einer von Wegwerfmentalität geprägten Technikwelt schwimmt ein kleiner Hersteller aus den Niederlanden seit über einem Jahrzehnt beharrlich gegen den Strom: Fairphone. Mit dem Fairphone 6+ schicken die Pioniere der Nachhaltigkeit ihr neuestes Flaggschiff ins Rennen.

Für 649 Euro verspricht das Gerät nicht nur maximale Reparierbarkeit, sondern auch ein deutliches Leistungs-Upgrade im Vergleich zum Vorgängermodell. Wir haben das modulare Smartphone in einem ausführlichen Praxistest unter die Lupe genommen.

Modularität als Trumpf: Ein Smartphone zum Selbstschrauben

Der modulare Aufbau bleibt das absolute Alleinstellungsmerkmal des Fairphone 6+. Während etablierte Branchenriesen ihre Akkus, Displays und Rückseiten bombenfest verkleben, wird beim Fairphone 6+ ein einfacher Torx-5-Schraubendreher mitgeliefert.

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Insgesamt zwölf interne Komponenten – darunter das Display, der Akku, der USB-C-Anschluss sowie die Kameras – lassen sich mit wenigen Handgriffen und ohne Fachkenntnisse selbst austauschen. Die Ersatzteilpreise sind dabei fair kalkuliert: Ein neues Display kostet im Herstellershop knapp 90 Euro, ein Ersatz-Akku 40 Euro und das Hauptkameramodul 70 Euro.

Mehr als 50 Prozent recycelte Materialien und leicht reparierbar

Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzt das 6+ Maßstäbe: Mehr als 50 Prozent der Gesamtmasse des Telefons bestehen nach Herstellerangaben aus fair gewonnenen oder recycelten Materialien wie Kobalt und Gold. Bei den Kunststoffen geht Fairphone sogar noch einen Schritt weiter: Diese bestehen zu über 93 Prozent aus sogenanntem Post-Consumer-Rezyklat, also aus Plastikabfällen, die aus privaten Haushalten stammen und aufwendig wiederverwertet wurden.

Fairphone 6+: Zwölf interne Komponenten lassen sich vom Nutzer selbst austauschen.Vergrößern des Bildes
Fairphone 6+: Zwölf interne Komponenten lassen sich vom Nutzer selbst austauschen. (Quelle: Fairphone)

Zudem gilt das Smartphone laut Hersteller als vollständig Elektroschrott-neutral. Während andere Handys bei Defekten wegen fest verklebter Bauteile oft direkt auf dem Müll landen, lässt sich das Fairphone 6+ dank seiner austauschbaren Module leicht reparieren. Zusammen mit Updates bis 2033 wird das Gerät so langlebig, dass die Entstehung von Elektromüll von vornherein drastisch minimiert wird.

Mehr Leistung auf dem Papier – aber kaum spürbar im Alltag

Die wichtigste Neuerung des Plus-Modells im Vergleich zum Basismodell, dem weiterhin erhältlichen Fairphone 6, versteckt sich im Inneren. Erstmals spendiert der Hersteller dem Gerät üppige zwölf Gigabyte (GB) des besonders schnellen und energiesparenden Arbeitsspeichers (RAM) der neuesten Generation. Unterstützt wird dieser von dem moderneren Hauptprozessor Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4. Auf dem Papier verspricht dies ein spürbares Leistungsplus und bis zu 20 Prozent höhere Multitasking-Performance.

Labor- und Praxistests zeichnen jedoch ein nüchterneres Bild: Im Alltag und beim Navigieren durch Standard-Apps läuft das Fairphone 6+ zwar absolut flüssig, ein spürbarer Geschwindigkeitsunterschied zum normalen Fairphone 6 lässt sich jedoch kaum ausmachen. Allein in Benchmark-Tests zeigt sich ein messbarer Zuwachs: Im Single-Core-Test von Geekbench 6 legt das Gerät sichtbar zu (auf bis zu 1.302 Punkte), während im Multi-Core-Test rund 3.616 Punkte erreicht werden. Für anspruchsvolle, grafikintensive 3D-Spiele stößt der Adreno-Grafikchip jedoch schneller an seine Grenzen als die Konkurrenz.

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