Er wurde 86 Jahre alt
„Der City-Hai“-Regisseur John Irvin gestorben
19.08.2026 – 18:33 UhrLesedauer: 2 Min.
John Irvin war für seine Actionthriller bekannt. Nun ist der Filmemacher zu Hause verstorben.
Er drehte mit Weltstars wie Arnold Schwarzenegger und Fred Astaire, inszenierte Klassiker des Kriegsfilms und arbeitete jahrzehntelang für Film und Fernsehen. Am 11. August ist John Irvin im Alter von 86 Jahren „friedlich zu Hause im Kreise seiner Familie“ gestorben, teilte seine Produzentin Claire Evans am Mittwoch britischen Medien mit. Berichten zufolge hinterlässt er drei Kinder und zwei Enkel. Woran er gestorben ist, ist nicht bekannt.
Seit den 1960er-Jahren war John Irvin als Regisseur tätig. Er begann mit Fernsehproduktionen, Kurzfilmen und aktivistischen Dokumentarfilmen. Als überzeugter Gegner von Apartheid, Krieg und Atomwaffen prägte diese Haltung auch seine Arbeit.
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Den Durchbruch als Serienregisseur schaffte er Ende der 1970er-Jahre mit der Miniserie „Dame, König, As, Spion“, einer Adaption des Romans von John le Carré. Hauptdarsteller Alec Guinness zeigte sich damals voller Bewunderung für Irvin und bezeichnete ihn als einen Filmemacher, der „Eier hinter der Kamera“ habe.
In den 1980er-Jahren wandte sich John Irvin verstärkt dem Genrefilm zu. In „Die Hunde des Krieges“ schickte er Christopher Walken als Söldner in den fiktiven afrikanischen Staat Zangaro. Für den Horrorfilm „Zurück bleibt die Angst“, der hierzulande auch unter dem Titel „Rache aus dem Reich der Toten“ bekannt ist, arbeitete er mit Fred Astaire zusammen.
Irvin konnte letztes Projekt nicht beenden
Mit Arnold Schwarzenegger drehte er den Actionfilm „Der City Hai“, bevor er ein Jahr später „Hamburger Hill“ herausbrachte, der als eines der realistischsten Porträts des Vietnamkriegs gilt.
In den 1990er-Jahren wechselte John Irvin wieder zwischen Kino und Fernsehen und inszenierte Filme wie „Robin Hood – Ein Leben für Richard Löwenherz“ und „The Sound Of War“. Später kehrte er Hollywood zunehmend den Rücken und arbeitete im europäischen Independent-Bereich. Dort entstanden unter anderem „Shiner – Jenseits von Gut und Böse“ mit Michael Caine sowie der Politthriller „Mandela’s Gun“. Für Letzteren hatte er noch eine neue Schnittfassung geplant, die er nicht mehr fertigstellen konnte.