Von der Erde aus sichtbar?
SpaceX-Rakete kracht auf die Mondoberfläche
Aktualisiert am 01.08.2026 – 10:23 UhrLesedauer: 3 Min.
Eine ausgediente SpaceX-Raketenoberstufe steuert auf den Mond zu – mit rund 8.700 Kilometern pro Stunde. Wann der Einschlag erwartet wird.
Eine ausgediente Oberstufe einer Falcon-9-Rakete von SpaceX wird voraussichtlich am 5. August auf der Mondoberfläche einschlagen. Es handele sich dabei um die Oberstufe der Rakete Falcon 9, mit der im Januar 2025 zwei Lander zum Mond gestartet waren, hieß es unter anderem von dem US-Astronomen Bill Gray und der US-Raumfahrtbehörde Nasa.
Laut Grays Berechnungen wird sich der Aufprall der Raketenstufe auf dem Mond gegen 8.34 Uhr unserer Zeit in der Nähe des Einstein-Kraters am westlichen Mondrand ereignen. Das Raketenteil wird beim Aufprall eine Geschwindigkeit von rund 8.700 Kilometer pro Stunde haben. Das ist etwa siebenmal so schnell wie der Schall.
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Das Raketenteil ist 13,8 Meter lang. Es stammt von einer Rakete, die am 15. Januar 2025 vom Kennedy Space Center in Florida gestartet war. Damals brachte die Rakete zwei Mondlander ins All: die Sonde Blue Ghost des US-Unternehmens Firefly Aerospace und den japanischen Lander Hakuto-R des Unternehmens Ispace. Blue Ghost landete im März 2025 erfolgreich auf dem Mond. Hakuto-R schlug im Juni 2025 unkontrolliert auf der Mondoberfläche auf.
Keine direkte Gefahr durch den Einschlag
Die Oberstufe der Rakete verglühte nach dem Start nicht wie vorgesehen in der Erdatmosphäre. Stattdessen blieb sie in einer elliptischen Umlaufbahn, die sie in 26 Tagen einmal um die Erde führt – bis auf rund 510.000 Kilometer Entfernung, weiter als der Mond. Ihre Bahn kreuzt die Mondumlaufbahn und nach Berechnungen von Gray werden Rakete und Mond am 5. August erstmals gleichzeitig denselben Punkt erreichen.
Eine direkte Gefahr geht von dem Einschlag nicht aus. Gray betont jedoch, der Fall zeige „eine gewisse Sorglosigkeit im Umgang mit ausgedienten Raketenteilen“. Der Einschlag werde wahrscheinlich einen neuen Krater hinterlassen.
Ob der Aufschlag von der Erde aus sichtbar sein werde, sei noch unklar. „Ich denke, er wird sehr, sehr schwer zu sehen sein, wenn nicht unmöglich“, sagte William Cooke, ein Manager der US-Raumfahrtbehörde Nasa.
Einige Tage vor und einige Tage nach dem erwarteten Aufschlag solle die Nasa-Sonde „Lunar Reconnaissance Orbiter“ über die erwartete Einschlagstelle fliegen, hieß es von der US-Raumfahrtbehörde. Das könne mehr Informationen zu dem Ereignis liefern.

