Ausblick auf den August
Mehrtägige Hitzewelle: So wird das Wetter in Berlin
28.07.2026 – 17:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Sommer, Sonne, Hitzestress im August: Schon bald wird es wieder heiß in Berlin. Die Stadt bleibt sogar noch länger aufgeheizt. Warum, erklärt der Deutsche Wetterdienst.
Berlinern stehen Ende Juli, Anfang August erneut heiße Tage bevor: Die Temperaturen in der Hauptstadtregion kratzen laut der Wettervorhersage an der 40-Grad-Marke. Ihren Höhepunkt erreicht die Hitzewelle nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Donnerstag. Auch danach bleibt es warm: Bis mindestens Mitte der kommenden Woche werden in der Hauptstadt Höchstwerte um die 30 Grad erwartet. Das teilten die Meteorologen der Berliner t-online-Redaktion auf Anfrage mit.
Demnach werden am Mittwoch zunächst bis zu 31 Grad erreicht. Am Donnerstag können die Temperaturen dann bis auf 38 Grad steigen. Zwar sinken sie am Freitag wieder auf etwa 31 Grad, von einer richtigen Abkühlung im August könne jedoch keine Rede sein. „In den Folgetagen bewegen sich die Höchstwerte um 30 Grad und halten voraussichtlich bis zur Mitte der neuen Woche an“, so eine Sprecherin des DWD.
DWD erwartet Tropennächte in Berlin
Belastend dürfte die Hitze in Berlin nicht nur am Tag, sondern auch in den Nächten werden. Während sich das Umland vergleichsweise schnell abkühlt, bleibt die Wärme in der Hauptstadt häufig lange gespeichert. Dabei gebe es auch deutliche Unterschiede in den Bezirken, sagt die Sprecherin.
„Berlin ist eine Millionenmetropole und dient durch viel Versiegelung von Straßen und Beton als Speicher von Wärme“. Deshalb würden „nicht selten die höchsten Temperaturen direkt am Alexanderplatz gemessen“, während Außenbezirke wie Marzahn aufgrund größerer Grünflächen und einer besseren Luftzirkulation spürbar stärker abkühlen könnten.
Dahinter steckt ein bekanntes Phänomen, die sogenannte städtische Wärmeinsel. Damit ist der Temperaturunterschied zwischen dicht bebauten Städten und ihrem Umland gemeint, wie die Meteorologen erklären. Besonders deutlich zeige sich dieser Effekt in klaren, windschwachen Sommernächten.
Nach Angaben des DWD können große Städte dadurch nachts um mehrere Grade wärmer bleiben als ihr Umland. Während sich die Zahl heißer Tage dadurch nur geringfügig erhöhe, treten sogenannte Tropennächte – also Nächte mit Temperaturen von mindestens 20 Grad – in Städten wie Berlin deutlich häufiger auf.
Für die Menschen kann genau diese fehlende Abkühlung in der Nacht problematisch sein. Könne sich der Körper während des Schlafs bei hohen Temperaturen schlechter erholen, steige unter anderem das Risiko für Hitzestress, warnt der DWD.
Hitze in Berlin: Gewittergefahr im August steigt
Durch Hitze rund um den Monatswechsel steige im August auch die Gefahr kräftiger Gewitter: „Insbesondere dann, wenn genug Feuchtigkeit vorhanden ist beziehungsweise mit dem Wind eingesteuert wird“, erklärt die Wetterexpertin weiter.
