Angriff auf CSD Berlin 2026:
Politiker und Stars reagieren erschüttert
Aktualisiert am 26.07.2026 – 07:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Toter, viele Verletzte beim CSD Berlin: Politiker und Stars ringen um Worte. Doch in den Reaktionen mischt sich zur Trauer schnell etwas anderes.
Der Angriff am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) hat in der Nacht zu Sonntag eine Welle von Reaktionen aus Politik, Musik und queerer Community ausgelöst. Beim CSD hatten am Samstag Hunderttausende Menschen für eine tolerante Gesellschaft gefeiert, ehe am späten Abend am Ahornsteig im Tiergarten ein Fahrzeug in die Menge gefahren war. Ein Mensch wurde getötet, zahlreiche weitere verletzt, der Fahrer flüchtete. Zwischen Trauer, Wut und politischem Streit zeigt sich, wie tief das Geschehen die Stadt trifft.
Aus dem Berliner Senat kamen unmittelbar betroffene Worte. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sprach von einem „Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft“ und erklärte, Berlin sei „die Stadt der Freiheit“. Sein Statement stieß in den sozialen Netzwerken allerdings auf ein geteiltes Echo: Neben Dank und Zustimmung warfen ihm Nutzer vor, zu wenig Mitgefühl für die Opfer zu zeigen, und stellten kritische Fragen zur Sicherheitslage.
Angriff auf CSD Berlin: Spitzenkandidaten äußern sich
Auch die Spitzenkandidaten für die Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026 meldeten sich zu Wort. SPD-Kandidat Steffen Krach zeigte sich erschüttert darüber, „dass ein Tag der Liebe angegriffen wird“, und rief zum Zusammenhalt auf. CDU-Kandidat Stefan Evers sprach davon, der Angriff treffe „unsere Stadt mitten ins Herz“, und kündigte Aufklärung und Konsequenzen an. Unter beiden Beiträgen sammelten sich zahlreiche Reaktionen – bei Evers mischten sich in die Trauer allerdings rasch migrations- und islamfeindliche Kommentare, die den bislang namentlich nicht bekannten Tatverdächtigen für pauschale Anfeindungen nutzten, während die Polizei ausdrücklich vor Spekulationen warnte.
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Besonders unmittelbar erlebten jene den Angriff, die kurz zuvor noch auf der Bühne gestanden hatten. Popsängerin Sarah Connor, die am Brandenburger Tor unter anderem ihren Song „Vincent“ gesungen hatte, wurde nach eigenen Angaben aus dem Backstagebereich evakuiert. „Mir fehlen die Worte, ich finde es furchtbar“, sagte sie und nannte den Fahrer einen „Vollidiot“. Auch Rapperin Ikkimel, die ebenfalls am Brandenburger Tor aufgetreten war, wandte sich erschüttert an ihre Fans: „Ich kann es nicht fassen. Wenigstens Berlin sollte ein sicherer Ort sein.“
