Von Mike Starling & AP
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Die Deutsche Bahn, Deutschlands nationaler Eisenbahnbetreiber, hat angekündigt, dass sie den Alkoholkonsum an allen Bahnhöfen ihres Streckennetzes verbieten wird, um die Sicherheit und Sauberkeit für Mitarbeiter und Fahrgäste zu verbessern.
Das Verbot wird schrittweise bis zum 15. Oktober an allen 5.400 Bahnhöfen eingeführt, es wird jedoch Ausnahmen geben, auch für Bahnhofsbars und -restaurants.
An 30 Bahnhöfen wurden bereits Fahrverbote verhängt, darunter in Köln, Hamburg und München. Am 1. September folgen unter anderem der Berliner Hauptbahnhof und der Bahnhof Gesundbrunnen, bevor die Maßnahme bundesweit ausgeweitet wird.
„Wir haben zu oft beobachtet, dass Gewalt dort zunimmt, wo zu viel Alkohol fließt“, sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla in einer Erklärung.
Sie verwies auf einen „brutalen und sinnlosen Angriff“ letzte Woche, bei dem ein betrunkener Passagier einen Mitarbeiter des Sicherheitspersonals bei einer Ticketkontrolle geschlagen und getreten haben soll. Der Mitarbeiter fiel aus der Tür des fahrenden Zuges und wurde verletzt.
Personen, die gegen das Verbot verstoßen, werden aus den Bahnhöfen geworfen und mehrere Zuwiderhandelnde können mit einem dauerhaften Hausverbot belegt werden.
Die Deutsche Bahn teilte mit, dass Gastronomen in den Bahnhöfen von dem Verbot ausgenommen seien und die Menschen weiterhin geschlossene Flaschen und Dosen mit Alkohol im Gepäck oder in Einkaufstaschen mitführen dürften. Das Verbot gilt nicht in Zügen. In vielen Fernzügen werden alkoholische Getränke in den Speisewagen verkauft.
Das bevölkerungsreichste Land der Europäischen Union verfügt über ein Schienennetz von insgesamt rund 33.400 Kilometern Länge, das von durchschnittlich 50.000 Zügen pro Tag genutzt wird. Nach Angaben der Infrastrukturabteilung der Deutschen Bahn ist es damit das größte Netzwerk Europas.
