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Autobauer ruft weltweit mehr als 740.000 Autos zurück

wochentlich.deBy wochentlich.de24 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Autobauer ruft weltweit mehr als 740.000 Autos zurück
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Großer Rückruf

Brandgefahr bei BMW: Mehrere Baureihen müssen in die Werkstatt

Aktualisiert am 24.07.2026 – 09:04 UhrLesedauer: 2 Min.

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BMW X3 der vierten Generation: Mehrere Baureihen sind von einem großen Rückruf betroffen. (Quelle: Daniel Kraus)

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Von der 2er-Reihe bis zum X7: BMW ruft weltweit mehr als 740.000 Fahrzeuge zurück. Auch in Deutschland sind Zehntausende Fahrzeuge betroffen.

BMW ruft mehrere Modellreihen wegen erhöhter Brandgefahr zurück. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) sind weltweit 744.234 Fahrzeuge betroffen, davon rund 42.300 in Deutschland.

Betroffen sind einige Fahrzeuge der Baureihen 2er, 3er, 4er, 5er, 6er und 7er sowie die SUVs X3, X4, X5, X6 und X7. Auch der Roadster Z4 und das Elektroauto i3 gehören dazu. Erfasst sind Fahrzeuge, die zwischen dem 31. Juli 2020 und dem 26. Februar 2026 produziert wurden.

Grund für den Rückruf sind laut KBA Ablagerungen im sogenannten RWT-Starterrelais. Sie entstehen durch Abrieb und können den elektrischen Kontaktwiderstand erhöhen. Dadurch kann es zu einem Kurzschluss kommen, wodurch die Brandgefahr steigt.

Was ist ein Starterrelais?

Das Starterrelais schaltet den hohen Strom von der Batterie zum Anlasser. Funktioniert es nicht ordnungsgemäß, kann sich das Bauteil stark erhitzen.

Um den Mangel zu beheben, ersetzt BMW bei den betroffenen Fahrzeugen den Motorstarter. Angaben dazu, wie lange die Reparatur dauert, liegen bislang nicht vor. Nach Angaben des KBA sind bislang keine Sach- oder Personenschäden bekannt. Der Rückruf wird unter der KBA-Referenznummer 16790R geführt.

Warum Rückrufe zunehmen

Autos müssen aufgrund von Rückrufen immer häufiger überprüft werden: 532 Mal wurden im Jahr 2025 Fahrzeuge in Deutschland in die Werkstätten beordert – fast dreimal so oft wie noch 2010. Das zeigen Auswertungen der ADAC-Rückrufdatenbank auf Basis von Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts.

Dabei trifft es nicht nur mehr Modelle, sondern auch deutlich mehr Halter. 2024 waren 2,84 Millionen Fahrzeuge betroffen – ein Anstieg um 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der ADAC nennt dafür mehrere Gründe. Hersteller bringen heute mehr Modelle in kürzeren Entwicklungszyklen auf den Markt. Gleichzeitig steigt mit der zunehmenden Elektronik und Software die technische Komplexität der Fahrzeuge.

Hinzu kommen neue Hersteller, vor allem aus Asien, sowie große Rückrufaktionen der vergangenen Jahre, etwa wegen fehlerhafter Airbags oder anderer sicherheitsrelevanter Bauteile.

Positiv bewertet der ADAC, dass Hersteller heute offener mit Rückrufen umgehen. Mängel würden häufiger bereits dann behoben, wenn noch keine Schäden eingetreten sind.

Pflicht oder freiwillig?

Grundsätzlich wird zwischen verpflichtenden und freiwilligen Rückrufen unterschieden. Verpflichtende Rückrufe ordnet das KBA an, wenn ein sicherheitsrelevanter Mangel vorliegt – wie in diesem Fall bei BMW. Ignorieren Halter die Aufforderung, kann das Fahrzeug im Extremfall stillgelegt werden.

Daneben gibt es freiwillige Service- oder Qualitätsaktionen. Sie betreffen meist weniger kritische Mängel. Experten empfehlen dennoch, auch diese durchführen zu lassen, um spätere Schäden zu vermeiden.

So erfahren Sie, ob Ihr Auto betroffen ist

Betroffene Fahrzeughalter werden in der Regel vom Hersteller angeschrieben. Wer ein gebrauchtes Fahrzeug besitzt oder unsicher ist, kann bei einer Vertragswerkstatt oder auch online anhand der Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) prüfen lassen, ob der Rückruf für das eigene Fahrzeug relevant ist.

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