Ungeplanter Halt
Betrunkener Fahrgast rastet im ICE aus
21.07.2026 – 15:15 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Mann ohne gültiges Ticket löst auf der Strecke Berlin – Hamburg einen ungeplanten Halt aus. Sein Alkoholpegel: fast drei Promille.
Ein betrunkener Mann hat am Montagabend einen ICE auf der Strecke Berlin – Hamburg zu einem außerplanmäßigen Halt gezwungen. Der 36-Jährige war ohne gültiges Ticket unterwegs und wurde gegenüber Bahnmitarbeitern gewalttätig, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Zug hielt daraufhin am Bahnhof Ludwigslust, wo Beamte den Mann in Gewahrsam nahmen.
Aufgefallen war der Mann kurz nach der Abfahrt in Berlin: Er konnte kein gültiges Ticket vorweisen und weigerte sich, den Fahrpreis nachzuzahlen. Als ein Bahnmitarbeiter ihn später erneut ansprach, reagierte der 36-Jährige laut Bundespolizei aggressiv und beleidigend. Zwei Bahnmitarbeiter soll er mit der flachen Hand weggestoßen haben.
Rund 2.690 Angriffe auf Beschäftigte der Deutschen Bahn
Der ICE 2900 stoppte daraufhin in Ludwigslust, wo die Bundespolizei den Mann übernahm. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,75 Promille. Dabei besaß der Mann durchaus ein gültiges Ticket: ein Deutschlandticket, das jedoch für den ICE nicht ausreicht, wie eine Sprecherin der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur sagte. Seine Reise konnte er anschließend im Regionalverkehr fortsetzen. Der Zug hatte durch den Vorfall rund 30 Minuten Verspätung.
Der Fall reiht sich in einen anhaltenden Trend ein: Nach Angaben der Bundesregierung registrierte die Bundespolizei im vergangenen Jahr rund 2.690 Angriffe auf Beschäftigte der Deutschen Bahn, etwa elf Prozent mehr als im Jahr zuvor.
