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Erosion frisst Strände – Behörden wollen gegensteuern

wochentlich.deBy wochentlich.de13 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Erosion frisst Strände – Behörden wollen gegensteuern
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Playa de Palma und Co.

Mallorcas Strände verlieren ihren Sand


13.07.2026 – 12:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Die Playa de Palma: Hier befinden sich die berühmten Balnearios. (Quelle: IMAGO/Chris Emil Janssen/imago)

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An der Playa de Palma bleiben mancherorts nur noch vier Meter Strand übrig. Das Problem betrifft inzwischen mehrere Küstenabschnitte Mallorcas

Wer in diesem Sommer Urlaub auf Mallorca macht, merkt es schnell: Der Platz am Strand wird knapp. Während einige Abschnitte nach wie vor breit sind, schrumpft etwa die Playa de Palma in der Nähe der Porciúncula auf stellenweise gerade einmal vier Meter. Badegäste liegen dort Schulter an Schulter.

Das Problem ist nicht neu, aber es verschärft sich. Und es betrifft längst nicht nur die Playa de Palma.

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Ein Phänomen, das die ganze Insel erfasst

Auch in der Bucht von Alcúdia, an den Stränden von Muro und Can Picafort, schwindet der Sand zusehends. Gleichzeitig häuft er sich im Hafen von Alcúdia an – ein Ungleichgewicht, das bereits zu vereinzelten Strandungen von Booten geführt hat und immer häufigere Ausbaggerungen nötig macht.

Als Ursachen gelten sowohl menschliche Eingriffe als auch der Klimawandel. An der Playa de Palma begann der Rückgang bereits in den 1960er-Jahren, als die Küste bebaut und die Sporthäfen von Can Pastilla und s’Arenal errichtet wurden. Die Hafenmolen veränderten die natürliche Strömungsdynamik – mit dauerhaften Folgen für den Sandtransport entlang der Küste.

1986 versuchte man gegenzusteuern: 470.000 Kubikmeter Sand wurden an der Playa de Palma aufgespült. Kurzfristig war der Effekt beachtlich, die durchschnittliche Strandbreite verdoppelte sich nahezu. Doch der Erfolg hielt nicht an. Besonders im südlichen Abschnitt zwischen Porciúncula und s’Arenal zog sich die Küstenlinie in den folgenden Jahrzehnten wieder auf den Stand vor der Aufschüttung zurück. Seitdem hat sich der Prozess nur noch beschleunigt.

Studien sollen Grundlage für Lösungen schaffen

Die Stadtverwaltung von Palma reagiert nun mit einer wissenschaftlichen Untersuchung der Küstendynamik. Für 16.000 Euro soll die Erosion auf den fünf Kilometern zwischen den Yachtclubs von Can Pastilla und s’Arenal analysiert werden. Ziel ist es, die Ursachen des Sandverlusts zu belegen, bevor konkrete Maßnahmen ergriffen werden. Denn geplant ist mehr als eine weitere Aufschüttung: Das Rathaus will die gesamte Ferienzone grundlegend erneuern, inklusive Entwässerungssystem, Schattenplätzen und Grünflächen.

In der Bucht von Alcúdia geht man noch einen Schritt weiter. Dort haben sich mehrere Ministerien, der Inselrat, drei Gemeindeverwaltungen, Wissenschaftsinstitute und Hotelverbände zusammengetan, um das Problem gemeinsam anzugehen. Als Vorbild dient das Projekt LifeAdapt, das in Cala Millor bereits städtebauliche und ökologische Vorkehrungen gegen den Sandverlust umsetzt. Eine Arbeitsgruppe soll die Ursachen ermitteln, Maßnahmen priorisieren und Fördermittel einwerben.

Der schwindende Sand ist nicht nur eine Unannehmlichkeit für Strandbesucher. Die Behörden sehen darin ein strukturelles Problem, das die ökologische Stabilität der Küste, die Sicherheit des Hafenbetriebs und die touristische Attraktivität der Insel gleichermaßen gefährdet. Mallorca zieht jedes Jahr Millionen von Urlaubern an – viele kommen wegen der Strände. Wie lange diese noch so aussehen wie heute, hängt davon ab, wie schnell und konsequent gehandelt wird.

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