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Panorama

Vierjährige stirbt in Drosa – Ermittlungen

wochentlich.deBy wochentlich.de10 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Vierjährige stirbt in Drosa – Ermittlungen
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American Staffordshire Terrier

Hund tötet Mädchen – Ermittlungen gegen Mutter

Aktualisiert am 09.07.2026 – 20:52 UhrLesedauer: 2 Min.

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Die Polizei hat nach dem Vorfall die Ermittlungen aufgenommen. (Quelle: Heiko Rebsch/dpa/dpa-bilder)

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In Sachsen-Anhalt hat ein Familienhund die vierjährige Tochter getötet. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Ein Familienhund hat ein vier Jahre altes Mädchen in der Gemeinde Osternienburger Land in Sachsen-Anhalt beim Spielen angegriffen und tödlich verletzt. Der American Staffordshire Terrier habe das Mädchen gebissen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Das Tier habe der Familie gehört.

Als der Hund das Mädchen angriff, hätten mehrere Personen versucht, das Tier von dem Kind zu trennen, hieß es. Dennoch habe die Vierjährige schwerste Verletzungen erlitten. Ein Notarzt konnte den Angaben nach vor Ort nur noch den Tod des Kindes feststellen. Der Vorfall ereignete sich demnach am Mittwochnachmittag in der Ortschaft Drosa.

Ermittlungen gegen die Mutter und einen Bekannten

Nach dem Vorfall seien Ermittlungen gegen die 32 Jahre alte Mutter und einen 30 Jahre alten Bekannten der Familie wegen fahrlässiger Tötung zur Aufklärung des Geschehens eingeleitet worden. Sie dauerten derzeit noch an, so Polizei und Staatsanwaltschaft.

Notfallseelsorger kümmerten sich laut Polizei um die Mutter des Mädchens. Beamte der Polizei seien von einem Kriseninterventionsteam betreut worden. Weitere Angaben dazu, wie es zu dem Vorfall kam, machten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst nicht.

Kind stirbt nach HundeangriffVergrößern des Bildes
Der Vorfall ereignete sich in Drosa, einem Ort in der Gemeinde Osternienburger Land. (Quelle: Heiko Rebsch/dpa/dpa-bilder)

Der Hund wurde nach dem Vorfall in ein Tierheim gebracht, wie es hieß. Wie eine Sprecherin vom Ordnungsamt in der Gemeinde Osternienburger Land der Deutschen Presse-Agentur sagte, wurde das Tier in die Tierpension Staßfurt gebracht. Zuständig für den Hund sei bislang weiterhin die Halterin, sie trage auch die Kosten für die Unterbringung des Tieres, hieß es. Wie weiter mit dem Tier verfahren werde, sei abhängig von den polizeilichen Ermittlungen, sagte die Sprecherin.

Innenministerium prüft Hundegesetz

Das Innenministerium will den Vorfall nach eigenen Angaben „umfassend prüfen und auswerten“. Sollten sich daraus Anhaltspunkte für einen Änderungsbedarf ergeben, werde eine Anpassung des Hundegesetzes Sachsen-Anhalt geprüft, teilte das Ministerium auf Anfrage mit. Ziel des Gesetzes sei es, „die Bevölkerung, insbesondere Kinder, vor den von Hunden ausgehenden Gefahren zu schützen“. In Sachsen-Anhalt gibt es bislang keinen allgemeinen Hundeführerschein. Nach Angaben des Ministeriums gelten die bestehenden Regelungen derzeit als ausreichend.

Eine bundesweite Regelung zur Haltung von Kampfhunden oder als gefährlich eingestuften Tieren gibt es aber nicht. Welche Rassen als gefährlich gelten, listen die einzelnen Bundesländer auf. Für diese Tiere gelten Sonderregeln wie eine Genehmigungspflicht, Leinen- und Maulkorbzwang oder Versicherungspflicht. Fast alle Länder fordern zudem einen Sachkundenachweis der Halter und einen Wesenstest für die Tiere.

Die Einstufung als gefährliche Hunde (Kategorie 1) ist ebenfalls in den Bundesländern unterschiedlich. In Sachsen-Anhalt gilt der American Staffordshire Terrier nach dem Hundegesetz als gefährliche Rasse.

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